HOME

Urteil: Wikipedia gewinnt im Streit um Namensnennung

Im Streit um eine Namensnennung hat Wikipedia einen Sieg vor Gericht errungen. Die einstweilige Verfügung gegen das Internet-Lexikon wurde heute aufgehoben. Das Ende des Prozesses bedeutet dieses Urteil jedoch nicht.

Das Internet-Lexikon Wikipedia darf den bürgerlichen Namen des 1998 gestorbenen Computerfachmanns "Tron" vorerst weiter verbreiten. Das Amtsgericht Charlottenburg hob eine einstweilige Verfügung gegen den Verein auf. Sie war von den Eltern beantragt worden, die sich gegen die ungekürzte Namensnennung ihres Sohnes in der Online-Enzyklopädie zur Wehr setzten. Ihr Anwalt will jedoch Berufung einlegen.

Umleitung weiterhin rechtens

Wikipedia darf damit seine Internetbesucher außerdem wie gehabt von der Domain "wikipedia.de" auf die US-Domain "de.wikipedia.org" umleiten. Die Eltern des im Alter von 26 Jahren gestorbenen Hackers Boris F., Pseudonym "Tron", hatten den Angaben zufolge bereits am 17. Januar eine einstweilige Verfügung gegen den Verein erwirkt. Wikipedia wurde damals die Domain-Weiterleitung untersagt, so lange "Trons" voller Name genannt werde. Wenige Tage später wurde die Verfügung wegen Unverhältnismäßigkeit außer Kraft gesetzt. Jetzt zog das Amtsgericht einen vorläufigen Schlussstrich.

"Urteil willkürlich und greifbar gesetzeswidrig"

Der Anwalt der Eltern, Friedrich Kurz, erklärte: "Wir werden auf alle Fälle in Berufung gehen." Das Urteil sei "willkürlich und greifbar gesetzeswidrig". Denkbar sei auch die Anrufung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Kurz hatte unmittelbar vor der Verkündung durch das Gericht den Saal erbost verlassen, nachdem ihm der Richter seine Entscheidung mitgeteilt hatte. Laut Gericht ist Berufung zum Landgericht Berlin möglich.

Streit um Persönlichkeitsrechte

Die Eltern hatten eine Verletzung der "postmortalen Persönlichkeitsrechte" ihres Sohnes beklagt, weil dessen ungekürzter Nachname in Wikipedia genannt wird. Das Gericht teilte diese Einschätzung nicht. Ein Anspruch auf Unterlassung bestehe nicht, da durch die Namensnennung das "über den Tod hinausgehende Persönlichkeitsrecht" des Sohnes nicht verletzt werde. Der postmortale Schutz der Persönlichkeit sei vor allem darauf ausgerichtet, den Verstorbenen vor unwahren Behauptungen, vor Herabsetzungen und Erniedrigungen sowie vor groben Entstellungen seines Lebensbildes und seiner Lebensleistung zu schützen, heißt es in einer Erklärung des Gerichts weiter. Entsprechendes sei in diesem Fall nicht gegeben. Auch eine Verletzung des Persönlichkeitsrechtes der Eltern scheide aus, weil "allein aus den streitgegenständlichen Beiträgen auf der Website eine Identifizierung der Antragsteller nicht möglich sei", erklärte das Gericht.

Anwalt Kurz wies das zurück. "Der Name wird auf der Website doch in voller Länge genannt. Wie soll da eine Identifizierung nicht möglich sein", sagte er. Außerdem sei der Nachname der Eltern einmalig in Deutschland. "Tron", der als einer der besten Hacker in der deutschen Szene galt, wurde im Oktober 1998 in einer Berliner Parkanlage erhängt aufgefunden. Während die Polizei von einem Selbstmord ausging, verwiesen andere Hacker auf das Interesse von Wirtschaft und Geheimdiensten an den Kenntnissen des 26-Jährigen, der unter anderem Verschlüsselungssysteme für Telefonkarten geknackt hatte. "Trons" Tod bot sogar Stoff für einen Thriller des Autors Jan Gaspard.

AP / AP
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.