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Handy-Hüllen: Schutz-Anzüge

Elektronik ist wasserscheu. Sand und Staub können tödlich sein. Ohne wetterfestes Zubehör sollte kein Telefon an den Strand oder ins Freibad.

Der nahende Sommer zieht die vom Wetter wenig verwöhnten Mitteleuropäer ins Freie. Doch wo Wasser und Sonne zur Erholung einladen, lauern auf die elektronischen Begleiter überall Gefahren. Handys sind besonders bedroht: Sand oder Schmutz schädigen Display, Tastatur und Innereien, intensive Sonnenstrahlung beeinträchtigt auch den Akku. Wasser oder Feuchtigkeit - die Hauptursache für Schäden am Handy - kann ins Gehäuse eindringen und elektronische Bauteile zerstören. Normale Versicherungen zahlen bei solchen Schäden nicht. Eine angemessene Outdoor-Ausrüstung ist also Pflicht für alle, die für den Tag am Strand nicht nur ihre Badehose einpacken, sondern auch ihre digitalen Helfer.

Bademode für Handys

Handytaschen gibt es inzwischen fast wie Sand am Meer. Doch die klassischen Kunststofftaschen und Lederroben bieten ebenso wie Plüschtier-Halterungen oder Neoprentaschen keinen zuverlässigen Schutz, da sie nur von einer einfachen Lasche verschlossen werden. Einige Firmen haben sich auf wassertaugliche Bademode für Handys spezialisiert - vom simplen "Handykondom" über aufblasbare "Lifeboats" bis zu wasserdichten Outdoor-Boxen. Nur schade, dass man beim Tauchen etwa selbst mit der besten Schutztasche nicht mehr telefonieren kann. Die meisten schützen deshalb auch nur vor Spritzwasser, Staub und Sand, was für den Ausflug ans Wasser auch vollkommen reicht. Fast alle Handyklamotten gibt es mit Gürtelclips oder Schultergurten.

Schutz nur bei geschlossener Klappe

Sprachqualität und Bedienbarkeit leiden beim Telefonieren durch die Taschen hindurch kaum. Wer allerdings ein Handy mit Tastaturklappe hat, muss seine Tasche vor dem Telefonieren öffnen - und schon ist der Schutz schnell dahin. Wenn doch einmal ein wenig Feuchtigkeit eingedrungen ist, muss man das Handy nicht gleich wegwerfen - oft ist das Gerät nach kurzer Trockenzeit wieder betriebsbereit.

Dolphin

Der Hersteller Boxit bietet die robuste wasserdichte Schutzhülle "5.0 Dolphin" an, die aus einer Hartplastikfassung und einem transparenten Display- und Tastaturbereich besteht. Die praktische Box mit Gürtelclip verbindet edles Design mit guter Sprachqualität, gehört jedoch mit knapp 35 Euro zur oberen Preisklasse. Wassersportlern oder Strandläufern verleiht es einen Hauch von "Baywatch". Mit angeschlossenem Headset schützt es allerdings nur vor Spritzwasser.

Aquapac und Beach Case

Ein Allrounder ist das "Aquapac" von Aquaman - eine Art tauchfester Brustbeutel für Handy, PDA oder Funkgerät. Die schwimmfähige Kunststoffhülle ist laut Hersteller bis fünf Meter Tiefe wasserdicht. Der Preis (24,90 Euro) ist dafür günstig - die Optik dagegen eher gewöhnungsbedürftig. Als einfachere Variante bietet sich das "Beach Case" von Vivanco an. Mit 7,99 Euro ist es wesentlich billiger - und ausreichend für alle, die nicht mit dem Handy plantschen gehen.

Handy-Kondom und Lifeboat

Garantiert ein Blickfang am Strand, doch kaum ein ausreichender Schutz ist das "Handy-Kondom" der Firma BF-Elektronic (13 Euro). Die eng anliegende Hülle bleibt unten offen und macht das Handy damit an den sensiblen Anschlüssen angreifbar. Für Regentage oder als Alternative zu Ledertaschen ist es jedoch eine elegante und schlichte Lösung. Eher als Spielzeug kommt das "Lifeboat" von Tatch (3,30 Euro) daher: Ein aufblasbares Gummiboot umhüllt das Handy und rettet es so vor Spritzwasser, Dreck und Sand.

Outdoor-Handys

Wer Schutztaschen für Schnickschnack hält, kann sich ein Outdoor-Handy anschaffen. Die sind gegen Spritzwasser, Schmutz und Stöße immun. Von Nokia gibt es das 5100 (359 Euro ohne Vertrag) mit gummierter Oberschale und schützender Abdecklasche. Günstiger, aber auch geländegängig ist das Nokia 5210 (189 Euro). Das Siemens ME45 (199 Euro) mit Sprachsteuerung wird dezent durch Gummidichtungen behütet.

All diese Probleme sind allerdings unbedeutend für Anhänger einer zugegeben revolutionären Philosophie: Sie vertreten die Auffassung, dass man während eines schönen, erholsamen Tages am Strand gar nicht erreichbar sein muss - und lassen ihr Handy zu Hause.