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Smartphone: Warum ein beliebter iPhone-Trick nicht nur nutzlos, sondern schädlich ist

Wie jedes Smartphone wird das iPhone mit der Zeit etwas langsamer. Um es wieder anzufeuern, geistern eine Menge Tricks herum. Einer der beliebtesten hilft allerdings nicht - im Gegenteil.

Von Malte Mansholt

Eine Frau schaut skeptisch ihr iPhone an

Ist das Abschießen von Apps auf dem iPhone wirklich sinnvoll?

Jeder kennt das Problem: Am Anfang ist das neue Smartphone noch rasend schnell. Je länger man sie dann nutzt, desto langsamer werden die Geräte. Auch Apples iPhone ist davor nicht gefeit. Um es wieder schneller zu machen, greifen die Nutzer zu allerlei Tricks. Einer der beliebtesten: Alle Apps über die Multitasking-Ansicht abzuschießen. Wir erklären, warum das Quatsch ist - und was man stattdessen tun sollte.

Einer der Gründe für die Beliebtheit des App-Abschießens ist sicher, dass es so einfach geht. Den Home-Button doppelt tippen, die App-Kacheln nach oben wischen, fertig. Auf dem iPhone X drückt man stattdessen in der Multitasking-Ansicht fest auf eine der Kacheln und drückt bei der App das rote Minus-Zeichen. Auf den ersten Blick macht der Trick auch durchaus Sinn. Die App läuft nicht im Hintergrund, sie verbraucht keine Ressourcen mehr. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: In der Regel schadet die Aktion mehr als sie nutzt.

Fehler beim Smartphone laden

Das iPhone weiß es besser

Denn das iPhone-Betriebssystem iOS kann nicht nur wunderbar selbst seine Ressourcen verwalten - es ist sogar darauf ausgelegt. Wird eine App geschlossen, also nicht zwangsbeendet, darf sie nur noch einige Minuten aktiv bleiben. Danach friert das System sie ein und speichert den aktuellen Stand der App im Datenspeicher. So verbraucht sie keinerlei Ressourcen mehr, bis der Nutzer sie erneut startet oder eine Push-Nachricht sie aufweckt.

Der Vorteil dieses Vorgehens: Während eine vollständig beendete App erst komplett neu gestartet werden muss, braucht das iPhone auf diese Weise nur den vorherigen Status aus dem Daten- in den Arbeitsspeicher zu laden. Das verbraucht in der Regel weit weniger Energie als ein App-Neustart. Das Abschießen dauert also nicht nur länger, sondern kostet sogar mehr Akku. Ein weiterer Vorteil: Die aus dem Cache geladenen Apps werden meist an der gleichen Stelle geöffnet, an der sie geschlossen wurden. Der Nutzer spart also zusätzlich Zeit.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Apps, die Musik spielen oder für Navigation oder Sportmessung regelmäßig auf das GPS-Signal zugreifen müssen, dürfen länger im Hintergrund aktiv sein. Einige Apps hatten das in der Vergangenheit schon auszunutzen versucht. Die Facebook-App spielte etwa einen unhörbaren Ton ab und blieb so dauerhaft aktiv. Solche Ressourcen-Sünder findet man am besten in der Batterie-Ansicht in den Einstellungen. Dort sind die Batterie-hungrigsten Apps gelistet. Hat man eine von ihnen kaum selbst benutzt, sollte man sie tatsächlich einmal abschießen - oder auf Dauer schlicht vom iPhone werfen.

Wie bekommt man das iPhone wieder schneller?

Hat man das Gefühl, dass das iPhone im Laufe der Zeit lahmt, sollte man andere Methoden versuchen. So ist es sinnvoll, das Gerät regelmäßig neu zu starten. Einmal in der Woche sollte selbst bei Smartphone-Junkies drin sein. Auch den Datenspeicher frei zu räumen, kann Abhilfe schaffen. Je mehr Daten eine App laden muss, desto länger dauert es schließlich. In den Einstellungen findet man unter "Allgemein" und "iPhone Speicher", welche Apps den meisten Speicher fressen. Sind wie bei Facebook oder Instagram alle Daten in der Cloud, lohnt es sich, sie einmal zu löschen und dann neu zu installieren. Andere, wie etwa Whatsapp, bieten in der App eine Möglichkeit, die angehäuften Daten zu löschen.

Als letzte Möglichkeit kann man das iPhone über iTunes wiederherstellen. Dabei wird das System einmal völlig neu aufgespielt. Wer möchte, kann danach seine Daten aus einer Sicherung wieder zurückspielen. Einen echten Geschwindigkeits-Boost gibt es aber, wenn man es als vollkommen neues Gerät einrichtet. Dann sind allerdings viele Daten wie SMS futsch. Man muss also abwägen.

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iOS 11 Siri schreiben

Siri schreiben

Wer in der U-Bahn nicht mit Apples Assistentin sprechen will, kann Siri nun einfach schreiben.  Zuerst muss man die Funktion aber in den Einstellungen unter "Bedienungshilfen" aktivieren. Der Nachteil: Die Siri-Steuerung per Stimme wird dadurch deaktiviert.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.