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Neues aus Apples Gerüchteküche: Das nächste iPhone steht schon vor der Tür

Ein neues iPhone könnte dieses Jahr schon im Sommer auf den Markt kommen. Laut "Wall Street Journal" geht die Produktion bald los. Seinem Betriebssystem iOS verpasst Apple eine Generalüberholung.

Das neue iPhone könnte einem Zeitungsbericht zufolge bereits im Sommer in die Läden kommen. Der US-Technologiekonzern Apple wolle mit der Produktion des Smartphones noch im laufenden Quartal beginnen, berichtete das "Wall Street Journal" am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen. Das Gerät werde "in Größe und Form" dem Vorgängermodell iPhone5 ähneln. Die zuletzt arg gebeutelte Apple-Aktie legte im frühen Handel am Mittwoch um gut ein Prozent zu.

Schon bei früheren iPhone-Modellen rüstete Apple zunächst Prozessoren und andere technische Komponenten auf, ehe sich der Konzern einem neuen Design für das Gehäuse widmete. Apple hatte Ende September das iPhone5 auf den Markt gebracht, die Verkaufszahlen blieben aber hinter den Erwartungen zurück. Analysten kritisierten zudem, dass die innovative Strahlkraft des einstigen Smartphone-Pioniers nachgelassen habe. Seit dem Start 2007 gab es neue iPhone-Modelle zunächst immer im Sommer, bevor der jährliche Erneuerungs-Rhythmus 2011 mit dem iPhone 4S in den Herbst rutschte.

Billig-iPhone könnte noch 2013 kommen

Laut "Wall Street Journal" arbeite der Konzern zudem an einem günstigeren iPhone-Modell, das in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen könnte. Die Billig-Variante könnte demnach ein anderes Gehäuse als das in Aluminium gehüllte Top-Modell erhalten. Apple habe auch mit verschiedenen Farben experimentiert, aber es sei noch unklar, ob es am Ende tatsächlich bunte iPhones geben werde.

Der Konzern äußerte sich zunächst nicht zu den Spekulationen. Mehrere Zeitungen hatten bereits Anfang Januar berichtet, dass der Konzern an einer günstigeren Version seines Aushängeschilds für Schwellenländer wie China arbeite. Apple spürt zunehmend die Konkurrenz durch den südkoreanischen Technologiekonzern Samsung, der im März sein neues Smartphone Galaxy S4 präsentiert hatte. Die Computer-Handys erobern nach den USA und Westeuropa auch die Märkte der Entwicklungsländer - und dort sind zunächst vor allem günstige Geräte gefragt. Apple-Chef Tim Cook ist zugleich bemüht, das Oberklasse-Geschäftsmodell nicht auszuhöhlen, das Apple sagenhafte Milliarden-Gewinne einbringt.

Betriebssystem iOS wird umgekrempelt

Mitte des Jahres solle auch das nächste Betriebssystem iOS 7 für iPhone und iPad erscheinen, schrieb das "Wall Street Journal". Über das anstehende System iOS 7 hatte es zuletzt immer mehr Spekulationen gegeben. Der gut vernetzte Apple-Blogger John Gruber schrieb, die Entwicklung liege hinter dem Zeitplan zurück, so dass Programmierer aus dem Team für Mac-Computer abgezogen worden seien.

Apple hatte vor einigen Monaten Chefdesigner Jony Ive auch mit der Entwicklung der Software betraut. Eine Folge sind laut Grubers Informationen so erhebliche äußerliche Veränderungen am Betriebssystem, dass Apple-Mitarbeiter, die Geräte damit im Alltag testen dürfen, spezielle Filter-Folien auf den Bildschirmen ihrer iPhones haben. Diese verhinderten, dass man von der Seite den Bildschirm-Inhalt erkennen könne. Ive gilt als Gegner opulenter Optik mit imitierten Texturen aus der realen Welt wie etwa virtuelle Holzgehäuse oder Lederhüllen. Beim Design der Geräte-Hardware ist er bereits als Minimalist bekannt.

jwi/AFP/DPA / DPA
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