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Tipps für den digitalen Alltag: Tricks für die SMS

Das Kommunikationsmittel Nr. 1 bei Jugendlichen und Junggebliebenen ist immer noch die gute, alte SMS. Grund genug, einige Tipps und Tricks zu den beliebten Kurztexten vorzustellen. Teil zwei der Serie mit Überlebenstipps für den digitalen Alltag.

Von Rainer Hattenhauer

Wenn Sie zur Generation 40+ gehören, dann kommt Ihnen die folgende Situation sicher bekannt vor: Sie sitzen in der U-Bahn und schütteln verwundert den Kopf über den knapp 15-jährigen Fingerakrobaten, der seinem heimlichen Schwarm in null Komma nichts einen Schwall von Liebesschwüren zusimst. Simsen - das Kunstwort, das das Verschicken kleiner Textnachrichten per Handy via SMS umschreiben soll - hat es bis in den Duden geschafft, der endgültige Beweis, dass die "Generation @" im Bildungsbürgertum angekommen ist.

Wenn man nicht von Kindesbeinen an mit dem Simsen aufgewachsen ist, tut man sich schwer damit, die kurzen Texte in einigermaßen akzeptabler Zeit vom Handy aus abzusetzen. Meist ist die nächste Nachricht des Kommunikationspartners eher da, als man selbst eine Antwort auf die erste verfasst hat - das ist die Tücke der asynchronen Kommunikation.

Aber es gibt Hilfe: Spätestens seit der Einführung des T9-Systems ist auch ein unbegabter Tipper in der Lage, eine SMS-Kommunikation mit akzeptabler Latenz (sprich: Reaktionszeit) zu führen. Zusätzliche moderne Techniken wie die integrierten Volltastaturen bei aktuellen Smartphones à la Blackberry, Softtastaturen wie beim iPhone, Bluetooth- Keyboards oder intelligent erweiterbare Wörterbücher versprechen eine Beschleunigung des mobilen Gedankenaustauschs. Im Folgenden finden Sie daher einige Tipps, mit deren Hilfe der zeichenorientierte Kurzstreckenfunk flotter vonstatten geht. Die besprochene Thematik wird spätestens dann an Bedeutung gewinnen, wenn es darum geht, das Tippen nach dem flächendeckenden Einzug des mobilen Internets auf E-Mails auszudehnen, die dann auch deutlich länger als 160 Zeichen ausfallen können.

Eine Taste, mehrere Zeichen

Schauen wir uns zunächst die klassische Eingabevariante an: Alle Handys, aber auch die Mehrzahl der Festnetztelefone, sind mit Mehrfachwahltasten ausgestattet Deren Funktionsweise dürfte mittlerweile auch dem größten Handymuffel geläufig sein: Der Buchstabe "A" beispielsweise wird durch einmaliges Betätigen der Taste mit der Ziffer "2" eingegeben, das "Z" erhält man durch viermaliges Drücken der Taste "9". Müssen zwei Buchstaben hintereinander eingegeben werden, die auf derselben Taste liegen, so legt man zwischen den beiden Buchstaben entweder eine Kunstpause ein oder bewegt sich mit dem Cursorsteuerkreuz nach rechts.

Einleuchtend, dass diese Form der Texteingabe nicht unbedingt ökonomisch ist. Was man sich bei dieser Eingabevariante unbedingt angewöhnen sollte, ist das Eintippen des Textes, ohne nebenbei auf den Bildschirm zu schielen. Nur dadurch konzentriert man sich auf die Tasten bzw. den Textinhalt. Erstaunlicherweise hat die Evolution mittlerweile dafür gesorgt, dass Jugendliche mit der Mehrfachtastenbelegung schneller tippen können als auf der Minitastatur zum Beispiel eines Blackberry.

Abkürzungen verwenden

Der erste Trick, den Jugendliche zur Übermittlung ihrer Botschaften verwenden, ist die Beschränkung auf das Allernötigste. Das Ganze führt zu den merkwürdigsten Abkürzungen, die meist dem Internetslang entliehen wurden. Einen Überblick über einige dieser sogenannten Akronyme finden Sie bei einer Google-Suche mit den Begriffen sms akronyme. Hätten Sie gewusst, was folgende Abkürzungen bedeuten?

Ausgewählte Akronyme und ihre Bedeutung

  • AFAIK - As far as I know (soweit ich weiß)
  • BABS - Bin auf Brautsuche
  • FANTA - Fahre noch tanken
  • GN8 - Good night (Gute Nacht)
  • IAMIDN - Im Augenblick mag ich dich noch
  • LOL - Laughing out loud (lautes Lachen)
  • OMG - Oh mein Gott
  • ROFL - Rolling on the floor, laughing (sich vor Lachen auf dem Boden kringeln)
  • T+ - Think positive! (Denk positiv!)
  • WIDUMIHEI - Willst du mich heiraten? (Vorsicht, sollte nicht unüberlegt eingesetzt werden!!!)
  • ZUMIOZUDI - Zu mir oder zu dir?

Erste Schritte mit T9

Sie ist mittlerweile auf fast jedem Handy zu finden: die T9-Texteingabe. Bei dieser Eingabetechnik geht es darum, ein Wort so einzutippen, dass jede Taste nur einmal pro Buchstabe betätigt wird. Dabei arbeitet die Software mit einem integrierten Lexikon zusammen, das die Buchstabensequenzen mit darin enthaltenen Begriffen vergleicht und diese dann übernimmt. Ein Beispiel: Das Wort "Intelligenz" erfordert die Tastenfolge 46835544369. Sollte es mehrere Interpretationsmöglichkeiten geben, kann man mit der (*)-Taste zwischen den Varianten wechseln. Mit der (#)-Taste wechselt man zwischen den Modi T9 an/aus bzw. Groß-, Kleinschreibung und Ziffern.

Das T9-Verfahren hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil besteht darin, dass zum Schreiben eines Buchstabens jeder Buchstabe durch einen einzigen Tastendruck geschrieben wird, was viel Zeit spart. Auch das oben beschriebene Problem, wenn zwei aufeinanderfolgende Buchstaben auf einer Taste liegen, tritt hier nicht auf. Ein Nachteil bei dem T9-Verfahren ist der limitierte Wortschatz. Wer viel mit Spezialvokabeln oder Akronymen arbeitet, der ist mit T9 nicht gut bedient. Es sei denn, man verfügt über ein Handy, dessen T9-Vokabularium lernfähig ist. Das ist bei den meisten Nokia-Geräten der Fall. Wird ein Wort nicht erkannt (z. B. Synapse), können Sie das unbekannte Wort durch Buchstabieren im Normaleingabemodus zum Vokabularium hinzufügen.

Zwei weitere Tipps für T9

  • Schauen Sie während des Eintippens eines Wortes zunächst nur auf die Tastatur und erst anschließend auf das Display. Dadurch werden Sie durch die T9-Erkennungsversuche nicht abgelenkt.
  • Zerlegen Sie längere Wörter, indem Sie sich nach jedem richtig erkannten Wortteil mit dem Cursor nach rechts bewegen. Komplexe Wortkonstruktionen sind in den gängigen T9-Wörterbüchern nicht enthalten.

Verwenden spezieller Tastaturen

Diverse Businesshandys sind mittlerweile mit Volltastaturen versehen, die entweder im Blackberry-Stil im Bereich des normalen Zahlenfelds zu finden sind oder aber durch einen Slider zum Vorschein gebracht werden. Primär für den Einsatz im E-Mail-Bereich gedacht, lässt sich damit natürlich auch ganz vorzüglich simsen.

Einen anderen Weg gehen die Hersteller von Smartphones mit Touchscreen wie z. B. Apple. Im iPhone finden Sie zur Eingabe von Textinhalten eine Softtastatur, die durch Fingerdruck auf das berührungsempfindliche Display bedient wird. Ein integriertes Wörterbuch hilft auch hier: Tippfehler werden dadurch bereits während des Tippens ausgebügelt. Das klappt allerdings nicht immer, sodass bei der ersten Generation des iPhones der dringliche Wunsch der Fangemeinde laut wurde, eben diese automatische Textergänzung abschalten zu können. Diesem Wunsch wird seit Firmware 2.1.1 entsprochen.

Der Umweg: SMS via PC

Wer vor dem heimischen PC sitzt und beabsichtigt, eine SMS zu verfassen, muss nicht unbedingt das Handy bemühen. Viele Mobilfunkprovider bieten ein limitiertes Kontingent kostenfreier Web-SMS-Nachrichten an. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Anbietern, die kostenlose SMS verschenken. Im Gegenzug enthält eine derartige "freie" SMS oft Werbung. Gehen Sie zum Versenden einer SMS via PC folgendermaßen vor:

Suchen Sie mit Google einen freien Anbieter, der möglichst keine Registrierung verlangt (Google-Suchstring: sms kostenlos ohne anmeldung).

Geben Sie die Handynummer des Empfängers sowie den Nachrichtentext ein. Manche Anbieter verlangen die Angabe einer E-Mail-Adresse, an welche die Antwort des Empfängers geschickt werden kann.

Schicken Sie schließlich die SMS durch Betätigen des entsprechenden Knopfes ab.

An dieser Stelle ist eine Warnung gegenüber der allzu blauäugigen Nutzung derartiger kostenfreier Angebote angebracht: Sie geben dort stets auch einige Daten preis, in diesem Fall die Handynummer des Gegenübers sowie Ihre E-Mail-Adresse. Wem das nicht gefällt, der sollte sich auf der Internetpräsenz seines Mobilfunkproviders nach einer Möglichkeit, SMS per Web zu verschicken, umschauen.

Ist die SMS wirklich angekommen?

Sie möchten wissen, ob Ihre SMS wirklich bei der Gegenstelle angekommen ist? Setzen Sie, falls Sie und Ihr Gegenüber T-Mobile-Kunden sind und im D1-Netz kommunizieren, einfach *T# und ein Leerzeichen an den Anfang der SMS. Bei anderen Providern lautet die magische Kombination *N#, gefolgt von einem Leerzeichen bzw. netzübergreifend #N#. Sie bekommen dadurch eine Empfangsbestätigung per SMS zugeschickt.

In der Kürze liegt die Würze

Arbeiten Sie, so oft es geht, mit Abkürzungen, um die magische 160-Zeichen-Grenze nicht zu überschreiten. Die meisten modernen Handys öffnen danach automatisch eine zweite SMS, und die kostet extra. Ziemlich überflüssig ist z. B. das Unterschreiben einer SMS mit dem eigenen Namen, denn den sieht der Empfänger sowieso beim Eingang der SMS.

Floskeln können helfen

Wenn es schnell gehen soll: Verwenden Sie Vorlagen. Die meisten Handys haben Standards wie "Treffen uns um", "Komme um ... an" usw. gespeichert.

Mehrere Empfänger gleichzeitig

Zur Benachrichtigung mehrerer Teilnehmer können Sie eine SMS auch gleichzeitig an mehrere Personen versenden, aber Vorsicht: Für jede einzelne Person muss man extra zahlen. Man kann auf modernen Smartphones auch Personen zu Kommunikationsgruppen zusammenfassen. Aber auch hier steckt der Teufel im Detail: Wehe, wenn Sie ein Gruppenmitglied übersehen haben, das Ihre Botschaft gar nicht erhalten sollte …

SMS ins Festnetz

Sie möchten Ihrer Frau eine SMS nach Hause schicken, aber die hat natürlich mal wieder das Handy ausgeschaltet: Bei den meisten modernen Festnetztelefonen lassen sich ebenfalls Kurznachrichten auf dem Display lesen. Schicken Sie die SMS also einfach auf Ihren Festnetzanschluss.

SMS an eine Mail-Adresse

Sie können eine SMS auch an eine E-Mail-Adresse versenden. Erstellen Sie dazu eine SMS in der Form <E-Mail-Adresse> <Nachrichtentext>. Beispiel: heinzmustermann@gmx.de Hallo, wie geht‘s? Beachten Sie das Leerzeichen zwischen der E-Mail-Adresse und dem Nachrichtentext. Die SMS muss nun an das Mail-Gateway Ihres Providers geschickt werden. Bei T-Mobile erreichen Sie dieses über die Nummer 8000, bei D2-Vodafone ist es die 3400, E-Plus verwendet die 7676245 und O2 die 6245.

SMS ans Faxgerät

Unüblich, aber auch machbar: das Versenden einer SMS an ein Faxgerät. Dazu schreiben Sie ganz normal Ihre SMS und versenden diese an die Rufnummer des Faxgeräts, der eine Zahlenkombination vorangestellt wird. Bei T-Mobile ist es die 99, E-Plus verwendet die 1551 und O2 die 328.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.