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VoIP: Kostenlos telefonieren!

Mithilfe des Internets kann man gebührenfrei fernsprechen. Neue Geräte und eine schräge Werbeidee machen es leicht

Von Martin Westerhoff

Sie wollen nicht nur billiger telefonieren, sondern ganz ohne Kosten? Sie haben Glück. Dank Internet geht das jetzt, und sogar mit normalen Telefonen. Zwei Möglichkeiten gibt es, für beide brauchen Sie einen schnellen Internetanschluss mit Pauschaltarif, etwa eine DSL-Flatrate. Die eine Möglichkeit heißt VoIP. Das spricht sich "Weupp" und bedeutet, dass Sie über das Internet telefonieren. Bisher wird dazu meist ein Headset mit Mikrofon an den PC angeschlossen und dann über eine spezielle Software telefoniert. Zwei Standards haben sich etabliert: Der eine heißt SIP und wird von mehreren Anbietern unterstützt, der andere nennt sich Skype wie die Firma, die die Software vertreibt. Kostenlos sind Internetgespräche immer dann, wenn sie zwischen zwei VoIP-Nutzern geführt werden. Wollen Sie aus dem Internet ins normale Festnetz telefonieren, nehmen die Anbieter Gebühren.

Der Haken am Telefonieren mit dem PC: Beide Teilnehmer müssen dazu ihren Rechner einschalten. Genau das umgehen neue Telefone, die wie normale Telefone aussehen, aber auch VoIP beherrschen - einige stellen wir auf dieser Seite vor. Sie werden mit der Telefondose und dem DSL-Anschluss verbunden und können dann normal oder per Internet telefonieren, je nach Wahl des Benutzers. Manche Modelle beherrschen SIP, andere Skype.

Der zweite Weg, kostenlos zu telefonieren, ist eigenwilliger, und er geht so: Auf Websites wie peterzahlt.de tragen Sie Ihre Telefonnummer und die Ihres Gesprächspartners ein. Prompt klingelt Ihr Telefon, und wenn Sie abheben, klingelt's auch beim anderen. Nun können Sie eine halbe Stunde gratis miteinander reden - innerhalb Deutschlands und in 19 andere Länder, aber nicht ins Handynetz. Mitbewerber Jajah.com hat ein ähnliches Konzept, allerdings zu restriktiveren Bedingungen.

Warum zahlt Peter? Er zeigt während des Telefonats auf Ihrem PC Werbung an und verdient so Geld. Das ist okay, denn niemand zwingt Sie hinzugucken. Wenn Sie jedoch die Webseite schließen, bricht das Gespräch ab. Peter zahlt, Peter gewinnt, alle sind zufrieden: "Wir vermitteln 180000 Gespräche pro Tag", sagt Peters Sprecherin, "wenn es uns technisch möglich wäre, könnten wir das Dreifache schalten."

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