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Durchgeschmorte Akkus Warnung der Polizei: "Nehmt eure Smartphones nicht mit ins Bett"

Die Polizei warnt vor durchgeschmorten Akkus
Die Polizei warnt vor durchgeschmorten Akkus
© NYPD
Die Polizei warnt davor, Smartphones unter das Kopfkissen zu legen. Denn immer wieder sorgen durchgebrannte Akkus für Aufsehen. Die Polizei untermauert ihre Warnung mit drastischen Bildern.
Von Christoph Fröhlich

Viele Menschen schauen abends im Bett noch einmal auf ihr Smartphone, um zu daddeln, die Facebook-Timeline durchzuscrollen oder um nochmal schnell eine Nachricht zu verschicken. Und da die meisten Smartphones sowieso jede Nacht an die Steckdose müssen, steckt man sie kurz vorm Schlafengehen einfach ans Netzteil und schiebt sie direkt unter das Kopfkissen. Doch das kann nach hinten losgehen: Das 33. Revier der New Yorker Polizeibehörde (NYPD) warnt davor, elektronische Geräte auf einer weichen Unterlage wie einem Bett oder Teppich zu laden.

Fotos zeigen durchgeschmorte Akkus

Der Grund: Die in Smartphones und Tablets eingebauten Akkus werden beim Laden warm, manchmal sogar richtig heiß. Damit die Elektronik keine Schäden nimmt, muss die Wärme abgeführt werden - im Bett funktioniert die Luftzirkulation aber oft nur eingeschränkt. "Legen Sie ihr Mobiltelefon nicht unter das Kissen, wenn sie schlafen oder ihr Gerät laden", warnt die Polizei deshalb.

Um der Warnung Nachdruck zu verleihen, veröffentlichte das Police Department auf dem Twitter-Account mehrere Fotos von Smartphones mit geplatzten Akkus, die sich durch Kissen gebrannt haben und Decken verschmorten. Ob bei den gezeigten Fällen jemand zu Schaden kam, ist nicht bekannt. 

Plötzlich brannte das Galaxy S4

Immer wieder sorgen durchgeschmorte Akkus für Aufsehen. Vor anderthalb Jahren machte etwa der Fall von Ariel Tolfree aus Texas Schlagzeilen: Die 13-Jährige wachte nachts auf, weil ihr Smartphone - ein Samsung Galaxy S4 - unter dem Kopfkissen brannte. Übrig blieb nur noch ein verschmorter Haufen Kunststoff. Ursache für die plötzliche Selbstentzündung war der Akku eines Drittherstellers, der von Samsung nicht offiziell freigegeben war.

Die Feuergefahr durch Lithium-Ionen-Akkus erkannte auch die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO). Deshalb soll der Transport von Lithium-Ionen-Akkus im Laderaum von Passagiermaschinen ab April verboten werden. In die Kabine dürfen sie dem Beschluss zufolge aber weiterhin mitgenommen werden.


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