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Hannover: Platzwunde und Diebstahl: Weihnachtsfeier der Polizei gerät völlig aus dem Ruder

Die Zentrale Polizeidirektion in Hannover lud zur Weihnachtsfeier. Doch die Party eskalierte: Ein Auto wurde beschädigt, eine Geldkassette gestohlen - am Ende floss sogar Blut.

Eine Weihnachtsfeier der Polizei in Hannover geriet aus dem Ruder (Symbolbild)

Eine Weihnachtsfeier der Polizei in Hannover geriet aus dem Ruder (Symbolbild)

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Mit einer Weihnachtsfeier wollen viele Firmen das Jahr festlich ausklingen lassen. Die Mitarbeiter tanzen, lachen, in der Regel wird zu viel getrunken. So auch bei der diesjährigen Weihnachtsfeier der Zentralen Polizeidirektion (ZPD) Hannover am 13. Dezember. Der Abend begann harmlos am späten Nachmittag, es wurde friedlich gefeiert in einem extra für diesen Abend aufgebauten Weihnachtsdorf.

Bis der Abend zu späterer Stunde plötzlich kippte: Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf die ZPD-Mitarbeiterzeitschrift berichtet, erlitt eine junge Frau "eine Platzwunde, nachdem sie eine Bierflasche an den Kopf bekommen hatte". Zudem musste ein weiterer Gast in den Schwitzkasten genommen werden, um zu verhindern, dass er auf der Weihnachtsfeier eine Schlägerei anzettelt.

Es wurde gepinkelt und gestohlen

Auch sonst hatte die Party der Gesetzeshüter mit Recht und Ordnung nicht mehr viel zu tun: "Neben der blutigen Wunde und der verhinderten Prügelei sei zudem ein Außenspiegel eines geparkten Bullis abgebrochen worden", heißt es in dem Zeitungsbericht. Der Randalierer ist bislang unbekannt. Einem der Feiernden war offenbar der Weg zur nächsten Toilette zu weit, sodass er stattdessen direkt gegen die Grill-Hütte pinkelte.

Weil der Alkohol offenbar schmeckte, die Beteiligten am nächsten Tag aber keinen Kater haben wollten, entschieden sich einige der Feiernden, sich noch vor Ort spontan eine Kochsalzlösung zuzuführen. Der "krönende Abschluss" - so das Organisationskomitee - war der Diebstahl einer Geldkassette mit mehreren hundert Euro.

Die Polizei hat die Vorfälle eingeräumt. "Sie machen uns sehr betroffen", erklärte ein Sprecher der "HAZ". Zwar sei es nur das Fehlverhalten "einiger weniger" unter mehreren hundert Menschen. Dennoch: Die Beamten hätten eine Vorbildrolle, die Vorgänge müssten intensiv aufgearbeitet werden. Außerdem wolle man schauen, "ob straf- oder disziplinarrechtliche weitere Konsequenzen drohen", so der Polizeisprecher.

Damit es im kommenden Jahr nicht noch einmal so eskaliert, wird nun darüber nachgedacht, in Zukunft keinen Alkohol mehr auszuschenken.

Quellen: "Hannoversche Allgemeine Zeitung"

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