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Neue AGB: Widerspruch? Denkste! Warum Facebook Ihre Whatsapp-Daten so oder so abgreift

Mit seinen neuen AGB fängt Whatsapp an, Daten mit Facebook zu teilen, um sie für Werbung zu nutzen. Wer das nicht will, kann dem auch widersprechen. Das Problem: Die Daten bekommt Facebook in jedem Fall.

Whatsapp AGB widersprechen Facebook

Whatsapp gibt seit der AGB-Änderung Daten an Konzernmutter Facebook weiter: Widerspruch verhindert das leider nicht.

Gut zweieinhalb Jahre ist es her, dass Facebook zuschlug und Whatsapp einkaufte. Damals machte man große Versprechen: Die Dienste blieben streng getrennt hieß es, man werde weiterhin keine Werbung bei Whatsapp sehen. Vor wenigen Tagen verkündete der Messenger nun seine neuen AGB - und gibt seitdem Daten an Facebook weiter. Die Kunden können dem zwar widersprechen, aber leider nur zum Teil: Die Daten krallt sich Facebook in jedem Fall.

Jeder Whatsapp-Nutzer erhält seit dem Update der AGB ein Fenster, in dem er dem neuen Regelwerk zustimmen muss. Sonst lässt sich der Messenger nicht mehr weiter nutzen. Ablehnen ist keine Option, die Nutzer bekommen nur einen großen, grünen "Zustimmen"-Button angeboten. Tippt man auf den Text darunter, klappt sich ein weiterer Teil aus. Hier kann man dann ein Häkchen entfernen und so immerhin die Nutzung für personalisierte Werbung verhindern.

Facebook will die Whatsapp-Daten

Was Facebook in dem Beschreibungs-Text nicht verrät: Die Daten erhält Facebook auch dann, wenn man der Nutzung für Werbung widerspricht. Darauf weist Whatsapp in einer FAQ zum Thema hin. "Die Facebook-Unternehmensgruppe wird diese Information trotzdem erhalten und für andere Zwecke, wie Verbesserung von Infrastruktur und Zustellsystemen, des Verstehens der Art der Nutzung unserer bzw. ihrer Dienste, der Absicherung der Systeme und der Bekämpfung von Spam, Missbrauch bzw. Verletzungshandlungen" heißt es dort. Das Verb am Ende fehlt auch im Originaltext.

Im Klartext heißt das: Wer Whatsapp nutzen will, muss damit leben, dass seine Daten wie die Telefonnummer, die Nutzungszeit und eventuell auch andere Informationen bei Facebook landen. Selbst, wenn man gar kein Konto bei dem sozialen Netzwerk hat. Welche Daten das sind, erfahren Sie in diesem Artikel. Die sogenannten optionalen Account-Daten wie das Profilbild, der im Messenger genutzte Name und der Status werden nicht geteilt, sagt Whatsapp. Inhalte von Chats sind aber vor Facebook sicher: Sie sind Ende-zu-Ende verschlüsselt und damit selbst für Whatsapp nicht einsehbar.

mma
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