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Neue AGB: Whatsapp: Welche Daten werden wirklich mit Facebook geteilt?

Mit seinen neuen AGB will Whatsapp mehr Daten mit Konzern-Mutter Facebook teilen. Viele Nutzer laufen dagegen Sturm. Doch um welche Daten geht es eigentlich?

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Mit seiner neuen AGB will Facebook mehr Daten von Whatsapp absaugen

Als Facebook Whatsapp schluckte, fürchteten viele, es sei das Ende des beliebten Messengers. Das für seinen Datenhunger berüchtigte soziale Netzwerk werde alle Nutzerdaten absaugen und den Messenger zur Werbeschleuder umbauen, so die Angst vieler Skeptiker. Whatsapp beschwichtigte damals, man werde beide Dienste streng voneinander trennen. Jetzt wollen sie doch anfangen, Daten zu teilen, teilte Whatsapp gestern mit. Aber welche genau sind das?

In einem Blog-Post von Whatsapp heißt es, man wolle die Werbung bei Facebook besser personalisieren. Zum anderen solle innerhalb der Facebook-Gruppe auch ein Dienst wie die Fotoplattform Instagram Whatsapp-Daten nutzen können, um Nutzer zum Folgen vorzuschlagen. Die Facebook-Daten werden heute schon dafür genutzt. Eine solche Verknüpfung der Facebook-Töchter hatten Datenschützer schon bei der Übernahme befürchtet.

Welche Daten fischt Facebook ab?

Aktuell wird als Beispiel nur die Telefonnummer und die Nutzungszeit genannt. Andere denkbare Daten sind die Chat- und die Kontaktliste. Optionale Account-Daten wie Profilbilder, den in Whatsapp angegebenen Namen und den Status wolle man "im Moment" nicht mit Facebook teilen, gibt Whatsapp an.

Die Chats selbst sowie darin gepostete Fotos und Videos will Whatsapp nicht teilen. Glaubt man dem Blog-Post, kann der Dienst das auch gar nicht. Seit Anfang des Jahres sind alle Chats Ende-zu-Ende verschlüsselt. Das heißt, nur die Chat-Partner können die Chats und die dort geposteten Bilder und Videos sehen. Whatsapp und Facebook können sie also gar nicht mitlesen - selbst, wenn sie wollten.

Kann ich widersprechen?

Die überarbeiteten AGB einfach abzulehnen, ist leider keine Option. Will man weiter Whatsapp nutzen, geht das nur, wenn man ihnen zustimmt. Dem Teilen der Daten kann man zum Glück aber trotzdem widersprechen. Wie das geht, erklären wir in diesem Artikel. Gute Nachrichten für alle die schon zugestimmt haben: Der Widerspruch klappt auch nachträglich - aber nur bis zu 30 Tage nachdem man die neuen AGB angenommen hat.

mma mit dpa
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