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Zusammenarbeit mit HTC Das lange Warten auf das Facebook-Handy


Die Aktie bleibt auf Talfahrt, die Zufriedenheit der Nutzer sinkt, jetzt verzögert sich auch noch das Facebook-Telefon: Das gemeinsam mit HTC entwickelte Smartphone verschiebt sich um mehrere Monate.

Verspätung für das Facebook-Handy: Laut einem Bloomberg-Bericht verzögert sich das angeblich gemeinsam von Facebook und dem taiwanesischen Handyhersteller HTC entwickelte Smartphone auf das Jahr 2013. Aus gut informierten Kreisen habe die Nachrichtenagentur erfahren, dass das Gerät eigentlich bereits Ende des Jahres erscheinen sollte.

Der Grund für die monatelange Verzögerung: HTC soll mehr Zeit bekommen, um sich der Entwicklung anderer Produkte zu widmen. Facebook nutzt die Zeit und arbeitet laut Insiderberichten an einem eigenen Betriebssystem für das Smartphone, vermutlich eine modifizierte Version der Google-Software Android. Gerüchten zufolge habe der Konzern dafür ehemalige Hard- und Software-Ingenieure von Apple rekrutiert. Dass das soziale Netzwerk an einem eigenen Smartphone mit Codenamen "Buffy" werkelt, wird bereits seit Monaten vermutet.

Suche nach neuen Einnahmequellen

Facebook würde mit einem eigenen Smartphone eine ähnliche Strategie verfolgen wie Amazon oder Google, die mit dem Kindle Fire und den Nexus-Geräten bereits erfolgreich den Hardware-Markt betreten haben. Der Konzern sucht seit dem holprigen Börsenstart im Mai nach neuen Einnahmequellen. Potenzial gibt es vor allem bei Werbeeinnahmen auf mobilen Geräten.

"Wir generieren gegenwärtig keinen bedeutenden Umsatz mit den mobilen Facebook-Produkten, und wir haben noch nicht bewiesen, dass wir die Fähigkeit dazu besitzen", schrieb das Unternehmen im Börsenprospekt. Mit einem eigenen Handy könnte Facebook verhindern, dass es zu einer mobilen Anwendung unter vielen wird und seine Bedeutung stärken. In einem Interview gab Facebook-Chef Mark Zuckerberg an, die größte Herausforderung für das Unternehmen sei das "Umschalten auf mobile Geräte".

Für Facebook ist das mobile Geschäft ein wichtiger Teil seiner Einnahmen. Mehr als die Hälfte der weltweit 900 Millionen Nutzer greifen auf das Online-Netzwerk über Mobilgeräte zu, wodurch sich 2011 ein Werbeumsatz von 3,15 Milliarden Dollar ergab. Am Donnerstag wird das Unternehmen nach Börsenschluss Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal veröffentlichen.

cf/DPA DPA

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