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Elektrische Heckenscheren im Test: Gut abschneiden

Für Freunde von Kunst am Busch ist die Heckenschere unverzichtbar. Welche Zweige am besten stutzt, hat Stiftung Warentest untersucht. Das Ergebnis: Sechs Geräte schneiden gut ab, fünf versagen völlig.

Wer bei den Begriffen Formschnitt und Rückschnitt nicht ans Friseurhandwerk denkt, sondern an seinen Garten, hat sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Hause: eine Heckenschere. Doch mit welchem elektrischen Zweigschneider lassen sich wuchsfreudige Hecken und Büsche gut in Zaum halten? Die Stiftung Warentest hat 19 elektrische Heckenscheren mit Netzkabel und Akku ins Grüne geschickt. Sechs Modelle erreichten ein gutes Ergebnis. Und fünf überlebten den Test nicht.

Heckenscheren müssen sich in zwei Disziplinen beweisen: Als Formschnitt bezeichnet man das jährliche Trimmen frischer und somit relativ weicher Triebe an der Hecke. Beim Rückschnitt hingegen muss das Werkzeug auch härtere und dickere Zweige durchtrennen, um das Strauchwerk in eine völlig neue Form zu bringen.

Unter den 19 getesteten Heckenscheren befanden sich zwölf Modelle, die ihren Strom klassisch über ein Netzkabel beziehen. Sieben Geräte verfügten über Lithium-Ionen-Akkus. Die Tester stellten fest, dass sich die Leistung der Akku-Geräte in den vergangenen Jahren deutlich verbessert hat. Die gewonnene Bewegungsfreiheit bezahlt man allerdings mit einem relativ hohen Gewicht und vor allem mit wesentlich höheren Anschaffungskosten. So ist die insgesamt mit "gut" (2,3) bewertete Akku-Heckenschere HSA 65 von Stihl das mit Abstand teuerste Gerät im Test. Sie kostet im Durchschnitt happige 563 Euro. Und auch das zweite "gute" Akku-Gerät - Metabos AHS 36 V - ist mit 350 Euro alles andere als ein Schnäppchen. Immerhin: Die Schneidleistungen der beiden überflügeln die der kabellosen Konkurrenz deutlich.

Während die batteriebetriebenen Geräte nur rund 30 Minuten durchhalten, ist bei den kabelgebundenen Scheren der Schnippelei kein Ende gesetzt - solange man nicht selbst das Kabel durchtrennt. Viel günstiger sind diese Modelle außerdem. Der Testsieger Bosch AHS 50-26 ("gut", 1,9) überzeugte bei einem Preis von rund 160 Euro mit einem "sehr guten" Formschnitt, "gutem" Rückschnitt und angenehmer Handhabung. Ebenfalls "gut" bekamen die HS 55 von Metabo, Stihls HSE 52 und die HSE 55 V von Wolf-Garten.

Billig = unwillig

Eine gewisse Summe sollte man für seine Heckeschere unbedingt ausgeben. Fünf Geräte mit Kabel überstanden den Dauertest nicht und fielen mit Motor- und Getriebeschäden aus. Sie kamen allesamt aus der Preisklasse 50 bis 100 Euro.

Vor dem Kauf empfiehlt die Stiftung Warentest, die Heckenscheren unbedingt einmal in die Hand zu nehmen. Wie ist das Gewicht? Wie liegt sie in der Hand? Sind die Griffe angenehm geformt? Nach Ansicht der Tester ist ein Bügelgriff vorn nützlicher als drehbare Handgriffe. Und dann: ab durch die Hecke.

Die kompletten Ergebnisse des Tests können Sie gegen eine Gebühr unter www.test.de herunterladen.

san
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