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Nie wieder...: ...Universalbedienungen benutzen

Eine einzige Fernbedienung, mit der man alle Geräte steuern kann? Prima Idee. Klappt bloß nie - es sei denn, man hat Lust auf einen Zentner Betriebsanleitung.

Extra aufstehen, nur um Reinhold Beckmann abzuschalten? Das ganze Wohnzimmer durchqueren, nur um den Festplattenrecorder zu programmieren oder auf der CD drei Stücke zu überspringen? Wir sind eine mobile Gesellschaft, aber das geht zu weit.

Wenn zu Hause die Hauselektronik aufspielt, dann wollen auch Leute, die sonst für den Marathon trainieren, maximal einen Finger rühren und vor allem das Sofa nicht verlassen. Gut also, dass in den 50er Jahren die Fernbedienung erfunden wurde. Schlecht, dass danach noch viele weitere Fernbedienungen erfunden worden sind. Eine ganze Armada hat sich um unsere Sofas versammelt: Mit dem neuen CD-Player kam eine ins Haus, mit dem Videorecorder noch eine und mit dem Zweitfernseher und der kleinen Stereoanlage kamen noch mal zwei. Etwa 120 Millionen Fernbedienungen liegen nun in deutschen Wohnungen herum, aneinander gereiht würden sie fast um die Erde reichen. Zusammen mit dem Heer der Aufladegeräte, das mit Handys, MP3-Playern und Laptops in unsere Häuser kommt, werden sie unseren Lebensraum in 40 Jahren knietief bedecken.

Hosianna!

Um das zu verhindern, habe ich mir eine Universalfernbedienung gekauft, ein All-in-one-Gerät, das mit dem Heilsversprechen auftritt, alle Fernseher aller Marken, alle CD-Player und alle Videorecorder gleichermaßen fernsteuern zu können. Eine Flitsche für alles, endlich Platz auf dem Couchtisch, Hosianna!

Auf meinem Couchtisch liegen inzwischen - neben all den Fernbedienungen, die ich ersetzen wollte - zusätzlich drei der Alleskönnerinnen. Der ersten ließ sich recht flott beibringen, wie man meinen kleinen Fernseher im Schlafzimmer steuert. Aber das war's dann schon: Zu Wohnzimmer-TV, Video- und DVD-Player bekam sie keinen Kontakt, so sehr ich mir auch die Finger blutig tippte.

Das zweite Gerät weckte mehr Hoffnung: Mit seinen 47 Tasten bekam es nicht nur meinen Fernseher im Wohnzimmer in den Griff, es kommunizierte wunderbar mit meiner Stereoanlage inklusive Cassettenrecorder und CD. Einschalten ließ sich die Anlage aber nur mit der alten Fernbedienung - auf den Powerknopf des Universalwunders reagierten meine Geräte nicht. Und will ich meinen zweiten Fernseher im Schlafzimmer fernbedienen, muss ich zunächst einen Code eingeben, den ich natürlich ständig vergesse. Die Betriebsanleitung ermutigt den Benutzer übrigens, bei Nichtfunktionieren einen manuellen Codesuchlauf zu verwenden, zu dem es heißt: "Möglicherweise müssen Sie die Taste viele Male drücken (bis zu 150-mal). Haben Sie Geduld."

Der Mercedes kann alles, aber...

Als ich die verloren hatte, besorgte ich mir den Mercedes unter den Universalfernsteuerungen, ein hochkomplexes Gerät mit beleuchtetem Display, das sich wahrscheinlich auch zum Steuern von Flugzeugträgern eignet. Es wird zum Auftakt mit dem Computer verkabelt, denn es holt sich seine Informationen aus dem Internet. Nachdem man sich mit Hilfe eines IT-Fachmannes durch diverse Anmeldeseiten geackert und einen Account eröffnet hat, lädt man von einem Server die Daten seiner häuslichen Geräte auf die Fernbedienung. Tatsächlich funktionieren dann auch alle Geräte, wobei man sich ständig durch eine Reihe von Menüs und Untermenüs tippen muss. Etwa 80 Prozent aller möglichen Funktionen der Fernbedienung erschließen sich erst nach mehrmonatigem Studium der Onlineanleitung. Solange man die nicht intus hat, lebt man in ständiger Angst, durch einen falschen Knopfdruck irgendwo auf der Welt eine Cruise-Missile in Marsch zu setzen.

Fazit: Bei dem Versuch, alles zu vereinfachen, ist alles komplizierter geworden. Auf dem Tisch liegen zusätzliche Fernbedienungen. Ich lese jetzt mehr.

Peter Pursche
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.