HOME

Editorial: Ein Verbrechen ohne Beispiel

Vergangene Woche erhob die Staatsanwaltschaft in Kassel Mordanklage gegen den Computertechniker Armin Meiwes ...

Liebe stern-Leser!

Vergangene Woche erhob die Staatsanwaltschaft in Kassel Mordanklage gegen den Computertechniker Armin Meiwes, 41, aus Rotenburg an der Fulda. Die Boulevardpresse nennt ihn den "Hessen-Hannibal", in Anlehnung an den kannibalischen Hannibal Lecter in dem Film "Das Schweigen der Lämmer". Meiwes tötete, zerlegte und aß einen 43 Jahre alten Berliner - auf dessen ausdrücklichen Wunsch.

Die stern-Redakteure Martin Knobbe und Detlef Schmalenberg recherchierten monatelang die Details dieses Verbrechens, das einzigartig ist in der deutschen Kriminalgeschichte. Sie sprachen mit Bekannten und Freunden des Täters und des Opfers. Sie konnten auch das Haus besichtigen, in dem das Unvorstellbare geschah. Fotograf Thomas Rabsch machte dort Bilder, die das Grauen auf beklemmende Weise einfangen.

Die stern-Reporter erfuhren, dass der Berliner nicht der Erste war, mit dem der Menschenfresser Schlachtfantasien austauschte. Meiwes hatte im Internet Kontakt zu 430 Personen, die seine grausigen Neigungen teilten.

Der stern konnte den Täter schließlich in der Justizvollzugsanstalt Kassel I besuchen. 40 Minuten dauerte das Gespräch, vom Richter genehmigt, durch zwei Kriminalbeamte bewacht. Der Kannibale machte einen entspannten Eindruck. "Sie brauchen keine Angst zu haben, ich werde Sie schon nicht fressen", sagte Meiwes zur Begrüßung.

Das Wort "Literaturpäpstin"

kann Elke Heidenreich ganz und gar nicht leiden, aber verhindern kann sie nicht, dass die Leute seit ihrer neuen ZDF-Sendung "Lesen!" in die Buchläden pilgern und ihren Empfehlungen Folge leisten.

Während sie mit den stern-Redakteuren Uschi Neuhauser und Stephan Draf im Kölner Restaurant "Holtmann?s" am Rheinufer zum Interview saß, kamen immer wieder zufriedene Menschen an den Tisch und berichteten: "Ihre Buchtipps sind toll. Kein Wunder, bei Ihnen kommt das ja aus dem Bauch!"

Wie gelungen Bauch und Kopf bei Elke Heidenreich zusammenwirken, können Sie im stern-Gespräch auf Seite 128 nachlesen. Außerdem hat die "Literaturpäpstin" für unsere Leser zehn Buchtipps zusammengestellt.

Herzlichst Ihr Thomas Osterkorn

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(