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Kolumne Hells "Angel": Hugh Grant wird wohl zum vierten Mal Vater – gut so!

Das Sexleben ist ziemlich einmalig, so eigen lebt der Hollywoodstar, was ihn glücklich macht – und offenbar auch seine Frauen! Nun bekommt er offenbar sein viertes Kind. Was aber hoffentlich nichts an seiner Lebensweise ändern wird.

Von Henriette Hell

Hugh Grant

Mit nichts von dem, was er bislang in seinem Liebesleben angestellt hat, konnte Hugh Grant seinen Ruf ruinieren. Wahrscheinlich, weil er alles richtig macht.

Sexuelle Revolution bedeutet für mich im herkömmlichen Sinn: Lieb, wen, was und wie viele du willst. Folge deinen Neigungen. Sei glücklich so, wie du bist. Hugh Grant, der seit 2011 immer abwechselnd und teilweise sogar gleichzeitig zwei verschiedene Frauen schwängert, hält es genau so. Zuerst brachte Tinglan Hong, Angestellte in einem chinesischen Restaurant in London, Tochter Tabitha zur Welt. 15 Monate später, im Dezember 2012, folgte Sohn Felix. Im September 2012 – also quasi parallel – gebar die schwedische TV-Produzentin Anna Eberstein zudem den kleinen Hugh John Mungo. Aktuell trägt sie angeblich Hughs viertes Baby unter dem Herzen, ein Mädchen soll es werden, heißt es.

17 Häuser, zwei Frauen und vier Babys 

Liiert ist der 55-Jährige mit keiner der beiden Ladys. "Ich bin etwas skeptisch, was eine langjährige, monogame Beziehung betrifft", gestand er einst. "Ich bin mir nicht sicher, ob das für uns menschliche Wesen natürlich ist. Ich nehme an, wir tun das eher aufgrund kultureller oder sozialer Erwartungen. Ich frage mich, ob das ein Rezept fürs Glücklichsein ist, oder ob die Menschen glücklicher wären, wenn sie weniger reglementiert wären, was die Beziehungen zueinander betrifft."
Aus diesem Grund hat er beiden Kindsmüttern ein Haus in Gehentfernung zu seinem Anwesen gekauft und schaut (angeblich) "fast täglich" oder zumindest immer dann vorbei, wenn ihm der Sinn nach Windeln wechseln, Babygeschrei und/oder Sex mit einer seiner Geliebten ist, bei seinen Familien vorbei. Ein ganz schönes Geraffel – aber nur auf den ersten Blick, denn Hugh Grant sagt: "Mein Leben hat sich verändert – und es hat sich gelohnt. (...) Persönlich gesehen bin ich sehr glücklich."

Auch Tinglan Hong und Anna Eberstein scheinen ganz zufrieden in Hughs "Modern Family"-Kommune zu sein, andernfalls hätten sie sich unter Garantie schon in der britischen Klatschpresse über den Superstar ausgelassen.

Der Blowjob-Zwischenfall war erst der Anfang

Ob das alles nun so geplant war, Hugh einfach mehr auf Coitus interruptus statt Kondome steht oder gar eine Light-Variante von Promi-Samenraub zwecks finanzieller Absicherung vorliegt? Völlig egal, denn Fakt ist, dass immer zwei Menschen dazugehören, wenn einer schwanger wird. Hinzu kommt, dass Tinglan Hong und Anna Eberstein ganz genau gewusst haben, auf wen sie sich da einlassen. Ich meine, wer erinnert sich nicht noch an Hughs kleinen, ähm, Blowjob-Zwischenfall mit einer Prostituierten in seinem Auto vor 15 Jahren, den blöderweise auch ein Polizist mitbekam ... Und zwar zu jener Zeit, in der Hugh noch mit Traumfrau Liz Hurley liiert war!

Kurioserweise kam seine Schauspielkarriere nach jenem Vorfall ja erst so richtig ins Rollen – und zwar nicht als irrer Triebtäter in Psychothrillern, sondern als liebenswerter Trottel in romantischen Komödien wie "Notting Hill". Ach, und dann waren da ja noch diese Fotos auf Facebook, die Hugh beim Gruppenkuscheln mit gleich sieben Studentinnen der bekannten St. Andrews University zeigten – obwohl er eigentlich in einer (On-/Off-)Beziehung mit Jemima Kahn steckte. Naja, geschenkt. Sie wird ebenfalls gewusst haben, was Hugh Grant für einer ist: Ein Mann, der sich komplett frei von antiquierten, bigotten Moralvorstellungen macht und sich traut völlig neue, unkonventionelle Wege zu gehen, wenn es um sein persönliches Glück geht (ohne dabei rücksichtslos oder egoistisch zu sein). Das macht den Hollywoodstar in meinen Augen zu einem der coolen sexuellen Revoluzzer der Jetzt-Zeit. Ein Freigeist ("Ich liebe es, schon morgens vor der Glotze zu hängen!") mit Plüsch auf dem Klo, der sich traut völlig neue Wege zu betreten und damit den ersten Schritt in eine Zukunft macht, in der so ein Way of Hugh – sprich: Schlaf und gründe eine Familie mit wem und wie vielen Leuten du willst, Hauptsache, ihr seid alle glücklich dabei – vollkommen normal ist.

Übrigens: Auch Karl der Große hatte 18 Kinder von fünf Frauen und ein Riesenreich (Hugh Grant hat immerhin 17 Häuser in London und träumt von einer eigenen Straße – am besten komplett bewohnt mit dem eigenen Nachwuchs!). Mit 52 holte Karl außerdem noch vier Mätressen zu sich, die ihm rund um die Uhr für sexuelle Dienste zur Verfügung stehen mussten. Allerdings ist auch die Vision eines Mönches überliefert, der sah, wie Karl nach seinem Tod im Fegefeuer von einem Untier das Geschlecht abgenagt wurde. Quasi als Strafe für seine sexuellen Ausschweifungen zu Lebzeiten. Hoffen wir mal, dass Hugh das erspart bleibt ... 

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