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BOCHUM: Blick über den Tellerrand

»Wirtschaft für Nicht-Ökonomen« geht in die dritte Runde.

Eine manchmal etwas zähe Volkswirtschaft-Vorlesung, ein interessantes Bewerbungstraining, anschauliche Fallbeispiele im Recht-Kurs, lehrreiche Computerschulungen - das alles ist das Praxisprogramm »Wirtschaft für Nicht-Ökonomen«. Der zweisemestrige Kurs, der »Wirtschafts-Laien« den Einstieg in Kostenrechnung und Keynesianische Theorie ermöglichen soll, geht an der Ruhr-Universität Bochum nun schon in die dritte Runde.

Warum ist so ein »Laien-Kurs« wichtig?

Verantwortlich für »Wirtschaft für Nicht-Ökonomen« ist Dr. Britta Freis von der Koordinierungs- und Beratungsstelle für den Berufseinstieg (Kobra) an der Ruhr-Uni. Warum ist so ein »Laien-Kurs« wichtig? Laut Britta Freis verfügen zahlreiche Studenten der Geisteswissenschaften neben einem umfassenden fachlichen Wissen vor allen Dingen über Kommunikations-, Team- und Konfliktfähigkeit. Doch diese »Soft-Skills« helfen nur bedingt beim Einstieg in die Privatwirtschaft. »Die Fähigkeit, sich in betriebswirtschaftliches Denken hineinzuversetzen, Projekte zu planen und durchzuführen, ist Voraussetzung für den erfolgreichen Berufseinstieg«, ist in der Ausschreibung für »Wirtschaft für Nicht-Ökonomen« zu lesen.

Das Gelernte in die Tat umsetzen

Das zweisemestrige Praxisprogramm startet im Wintersemester 2002/03 mit der Vorlesung »Einführung in die Volkswirtschaftslehre«. Hinzu kommen in diesem Semester ein Recht-Kurs, ein Kurs »Managementkonzepte«, ein Bewerbungstraining sowie Powerpoint- und HTML-Schulungen. Im Sommersemester folgt eine Vorlesung »Einführung in die Betriebswirtschaftslehre«, ein Personal- und einen Projektmanagement-Kurs und ein achtstündiges Kommunikationstraining.

Besonders wichtig ist das anschließende Unternehmenspraktikum. Sechs bis acht Wochen lang sollen die Teilnehmer in einem privaten Wirtschaftsunternehmen das Gelernte in die Tat umsetzen. Erst danach gibt es das Gesamtzertifikat.

»Wirtschaft für Nicht-Ökonomen« ist ein Gemeinschaftsprojekt der Ruhr-Universität Bochum und der Industrie- und Handelskammer zu Bochum. Unterstützt wird das Programm auch durch Mittel des Arbeitsamtes. Eine Rundum-Finanzierung gibt es allerdings nicht: Die Teilnehmer müssen 225 Euro als Eigenbeteiligung für das Praxisprogramm einplanen.

Frühe Anmeldung ist ratsam

Wer den Blick über den Tellerrand der klassischen Geistes- oder Ingenieurwissenschaften wagen möchte, sollte sich bis spätestens 5. Juli 2002 schriftlich bewerben, denn bei »Wirtschaft für Nicht-Ökonomen« sind nur 25 Plätze frei. Interessierte sollten an der RUB als ordentlicher Studenten eingeschrieben sein und ihr Vordiplom bzw. ihre Zwischenprüfung bereits abgelegt haben. (sf)

Weitere Informationen zum Praxisprogramm finden sich auf der Homepage der Kobra. Zudem lädt die Koordinierungs- und Beratungsstelle für den Berufseinstieg am 19. Juni ab 15 Uhr zu einer Infoveranstaltung in den Hörsaal HZO 100.

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