HOME

bochum: Von klugen Köpfen erdacht

Forschungsmesse »denk:2001« - denkbare Projekte in der Zukunft

Forschungsmesse »denk:2001« - denkbare Projekte in der Zukunft

Was kann Forschung an deutschen Universitäten heutzutage eigentlich noch leisten? 68 Antworten geben Wissenschaftler der Bochumer Hochschulen auf einer Forschungsmesse der besonderen Art. Unter dem Motto »denk:2001, forschung entdecken« präsentieren sie ein breites Spektrum an Themen und Projekten menschlichen Daseins in der Zukunft.

»denk:2001« ist eine kooperative Veranstaltung der Ruhr-Universität, der Bochumer FH, der Technischen FH Georg Agricola und der Ev. FH Rheinland Westfalen-Lippe. Am 19. und 20. Mai jeweils von elf bis 17 Uhr sind interessierte Bürger dazu eingeladen, in der Bochumer Ruhrlandhalle Forschung einmal hautnah zu erleben. Mit einem Etat von einer halben Million Mark ist die »denk:2001« ein in dieser Form einzigartiges Projekt im Ruhrgebiet.

Zentrum der Leistungsfähigkeit: Das menschliche Gehirn steht im Mittelpunkt

Inhaltlich befassen sich die 68 Projekte sowohl mit Naturwissenschaft und Technik als auch mit Architektur, Kunst, Geschichte, Sozialwesen und Religion. Sie sind in sechs verschiedene Themenschwerpunkte unterteilt, die mögliche Visionen menschlichen Lebens in der Zukunft präsentieren. Im Einzelnen sind dies das Arbeitsleben, Medizin und Gesundheit, technische Innovationen, Mobilität, Kommunikation und Umwelt. So stellen die Forscher beispielsweise Wege vor, wie Güter in unterirdischen Rohrleitungen verschickt werden oder wie Menschen unter Wasser kabellos mittels Schallwellen kommunizieren können.

Um das Gezeigte besonders plastisch zu gestalten, wird den Besuchern Forschung zum Anfassen und Miterleben geboten. Sie können beispielsweise in die Rolle eines Computer-Hackers schlüpfen und versuchen, die so genannte Firewall zu durchbrechen. Zur plastischen Darstellung soll auch eine futuristische Gerüststruktur beitragen, die sich über zwei Etagen erstreckt und sich deutlich von herkömmlichen Messeständen unterscheidet. Im Mittelpunkt der »denk:2001« steht jedoch das menschliche Gehirn und dessen Leistungsfähigkeit. Die präsentierten Projekte sind derart gestaltet, dass jeder Besucher dazu animiert wird, die einzelnen Ausformungen zu einem gedanklichen Ende zu bringen. In diesem Zusammenhang werden auch eigene Denkleistungen prämiert. Der Fachbereich Architektur der FH Bochum veranstaltet einen Wettbewerb im Turmbauen und der Lehrstuhl für Statik und Dynamik der Ruhr-Universität einen Wettbewerb im Brückenbau. Die Teilnehmer sollen die Möglichkeit erhalten, ihren eigenen geistigen Horizont zu ergründen.

Finanzielle Unterstützung durch die freie Wirtschaft

Stolz auf diese Messe sind vor allem die Rektorate der beteiligten Hochschulen. Der massive finanzielle Aufwand der Veranstaltung konnte durch Unterstützung aus der freien Wirtschaft gedeckt werden. Die Volkswagen AG, die Sparkasse Bochum, die Gerüsttechnikfirma Rux, die Gelsenwasser AG sowie das Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen treten als Sponsoren auf. Somit übertrifft die »denk:2001« ihre Vorgängerveranstaltung »Treffpunkt Forschung« von 1999 um Längen. (sh)

Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity