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Fall aus England Sechsjährige verschluckt 23 starke Magnetkugeln und muss operiert werden


In Tiktok-Videos werden kleine Magnetperlen zur Imitation von Zungen-Piercings verwendet. Doch das kann mächtig schief gehen, wie der Fall einer Sechsjährigen aus England zeigt. Ihre Mutter warnt eindringlich.

Ein sechsjähriges Mädchen aus England musste operiert werden, weil sie 23 kleine Magnete verschluckt hatte und diese sich in ihrem Darmtrakt miteinander verbanden. Das berichtet die britische BBC unter Berufung auf die Mutter des Mädchens, die mit dem Fall ihrer Tochter an die Öffentlichkeit geht, um andere Eltern und Kinder zu warnen.

Demnach gebe es auf der Videoplattform Tiktok Videos, in denen die kleinen Magnetperlen benutzt werden, um Zungenpiercings zu imitieren. Dabei habe die Sechsjährige zahlreiche der Magnete verschluckt. Dem Chirurgen des staatlichen britischen Gesundheitssystems (NHS), der die Operation durchführte, zufolge waren die Magneten in dem Darm des Mädchens "potenziell tödlich", wie die BBC zitiert. "In den allermeisten Fällen kommen wir rechtzeitig, um die Kinder zu retten, aber wenn ich ein Elternteil mit solchen Magneten im Haus wäre, ich würde sie wegschmeißen."

Die Sechsjährige habe Mitte September erstmals über starke Bauchschmerzen geklagt und sich anschließend zwei Tage übergeben, ehe die Eltern mit ihr zu einem Arzt gefahren seien. Im Krankenhaus sei dann letztlich eine Blinddarmentzündung diagnostiziert worden, doch während der Operation fanden die behandelnden Ärzte dann zahlreiche Magnetperlen im Darmtrakt des Kindes. 

"Ich möchte andere Eltern warnen"

Das Mädchen aus dem Fall wurde der BBC zufolge am Montag aus dem Krankenhaus entlassen und erholt sich nun Zuhause. "Es hätte noch viel schlimmer kommen können", wird die Mutter zitiert. Es würden wohl keine bleibenden Schäden zurückbleiben. Zwischenzeitlich sei es um die Möglichkeit gegangen, dass das Kind einen künstlichen Darmausgang hätte bekommen müssen. Die Eltern hätten weitere der Magnetperlen im Kinderzimmer des Mädchens gefunden. Sie habe die aus der Schule mitgebracht, um daraus Schmuck für ihre Puppen zu basteln. "Ich möchte andere Eltern warnen, wie gefährlich es ist, wenn Kindern mit diesen Magneten spielen", so die Mutter.

Das sechsjährige Mädchen wird so oder so etwas von ihrer schockierenden Erfahrung mitnehmen: eine rund zehn Zentimeter lange Narbe am Bauch.  

Quellen:BBC

fin

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