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Henriette Hell: Was ich über Sex gelernt habe: Die 9 erbärmlichsten Wege, jemanden ins Bett zu kriegen

Nicht jeder kann sich dauerhaft den Luxus leisten, ausschließlich mit Menschen zu verkehren, die er liebt. Dies sind die 9 einfachsten und gleichzeitig erbärmlichsten Wege, jemanden ins Bett zu kriegen.

Von Henriette Hell

Pärchen knutscht auf dem Rücksitz eines Autos

Manchmal ist kein Weg zu dreckig, wenn du richtig geil bist

Wir alle haben diese Momente, in denen unsere sexuellen Triebe plötzlich unser gesamtes Denken und Handeln beeinflussen. Uns wie Aliens, die ein Raumschiff kapern, in ferne, lüsterne Galaxien lenken, aus denen es kein Entrinnen gibt – ehe wir nicht das bekommen, was wir wollen: Sex. Dafür sind manche sogar bereit zu lügen, ihre Selbstachtung oder ihr gutes Benehmen über Bord zu werfen.

Hier kommen die 9 einfachsten, äh, erbärmlichsten Wege, flachgelegt zu werden:

1. Die Alk-Ausrede: "Boah, ich bin soooo betrunken", lallst du deinem "Opfer" ins Ohr. "Darf ich dich küssen?" Obwohl du – und das ist der springende Punkt – gar nicht betrunken bist. Bloß geil. Dieses vorgetäuschte Breit-Sein ermöglicht es dir, schneller ans Ziel zu kommen, da lästiger Smalltalk wegen angeblicher Artikulationsprobleme einfach übersprungen wird und du am nächsten Tag easy mit der Ausrede "Boah, ich hab' voll das Blackout!" das Feld räumen kannst. Funktioniert natürlich nur, wenn dich dein "Opfer" ganz sexy findet.

2. Der Ex-Call: Moralisch verwerflich, aber herrlich einfach. Du klingelst deinen Ex-Freund (der dich immer noch vergöttert) aus dem Bett, erzählst ihm, dass dir kürzlich klargeworden ist, dass eure Trennung der größte Fehler deines Lebens war – und kassierst daraufhin (unerlaubterweise) heißen Versöhnungssex. Spätestens bei der Zigarette danach fällt dir jedoch ein: "Äh, nee, doch nicht ..."

3. Die Reste-Rampe: Ihr seid die beiden letzten – auf der Tanzfläche, im Büro, in der Sauna. Und weil es schon so unverschämt spät ist, fühlt es sich an, als wären alle Gesetze, die tagsüber gelten, mal kurz außer Kraft gesetzt und ihr findet euch in der Umkleidekabine, auf dem WC oder im Kopierraum. Quickie, marsch!

4. Die Zeitzonen-Verlockung: Du befindest dich aus beruflichen Gründen am anderen Ende der Welt und denkst: "Wenn ich jetzt fremdgehe, kriegt Schatzi das garantiert niemals heraus. Das MUSS ich ausnutzen!" Blöd nur, wenn dich der/die heiße Einheimische, mit dem du kurz darauf in der Kiste landest, (heimlich) beim Sex filmt oder fotografiert und die Aufnahmen im Netz landen. #usainbolt

5. Die Sexting-Falle: Dein Partner hat wirklich NIE Zeit für dich. Fremdgehen kommt für dich aber nicht infrage – also befriedigst du deine Gelüste mithilfe von Sexting. Leider brichst du dabei alle Regeln, die der gesunde Menschenverstand kennt: Du chattest via Facebook unter deinem echten (!) Namen und versendest Nacktfotos, auf denen dein Gesicht (!!) zu erkennen ist. Du Trottel. #anthonyweiner

6. Die "Besti"-Falle: Du weißt, er liebt dich – als dein bester Freund. Du weißt aber auch, wenn es hart auf hart kommt, würde er dich nicht von der Bettkante stoßen. Ein Anruf genügt: "Hey, Lust auf einen DVD-Abend?" Der Rest passiert von selbst. Fühlt sich zwar verstörend inzestuös an, erfüllt aber (für kurze Zeit) seinen Zweck. Und danach? Bereust du es ein Leben lang.

7. Der Trost-Fick: Wenn ein enger Freund gefeuert, verlassen, finanziell ruiniert oder anderweitig vom Leben gef*** wurde, dann fühlt sich so manch einer dazu berufen, betreffende Person mithilfe von körperlicher Zuneigung von ihrem Kummer abzulenken. Blöd nur, wenn er/sie hinterher plötzlich in dich verknallt ist ... Autsch!

8. Das Pendant zum Trost-Fick – der Ego-Fick: DIR geht es dreckig, DU fühlst dich vom Leben im Stich gelassen und triffst dich deshalb mit jener Person, von der du weißt, dass sie den Boden unter deinen Füßen anbetet. Tatsächlich wirst du auch prompt mit Komplimenten überhäuft, die dein Ego gerade so dringend braucht und ihr landet im Bett. Allerdings bleibst du nur so lange, bis du gekommen bist. Und nur du.

9. Die Taxi-Lüge: Nach einer durchzechten Nacht in deinem Viertel will dein "Opfer" sich ein Taxi rufen – aber du weißt das zu verhindern: "Taxi?! Um diese Uhrzeit? HIER? Vergiss es! Und die Bahnen fahren auch nicht mehr ... Aber, hey, ich wohn' ja gleich ums Eck ... Du kannst aber auch bei mir auf dem Sofa pennen, wenn du willst." Der Klassiker unter den Abschlepp-Tricks. Und wohl auch der am wenigsten verwerfliche.  

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