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HOCHSCHULE: Bachelor und Master gehört die Zukunft

Der Vizepräsidenten der Hochschulrektorenkonferenz sieht das Ende traditioneller Studienabschlüsse innerhalb der nächsten zehn Jahre nahen.

Dies sagte Stefan Hormuth (Foto) in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Nach Ansicht des Rektorenkonferenz-Vize böten die neuen Abschlüsse Vorteile für Hochschulen, Studierende und Arbeitgeber. »Zum Ende dieser Dekade werden die meisten Studiengänge in Deutschland umgestellt sein.«

Insgesamt gibt es nach Angaben der Rektorenkonferenz zum Wintersemester 2001/2002 bereits über 500 Bachelor- und mehr als 300 Master-Studiengänge an deutschen Hochschulen.

Für Studierende hätten Bachelor und Master im Gegensatz zu Diplom- und Magister-Abschlüssen den Vorteil, flexibler und mobiler zu sein. Der Student könne das Studium individueller gestalten, zum Beispiel zunächst berufsqualifizierenden Abschluss machen, dann ins Erwerbsleben gehen und später einen Master erwerben. Oder sie könnten den Masterstudiengang im Ausland absolvieren, ebenso wie ausländische Studierende bei einem international einheitlichen System eher nach Deutschland kämen.

Internationale Vergleichbarkeit schafften Bachelor und Master auch in der Wirtschaft. Große Unternehmen, die ihr Personal weltweit anwerben und einsetzen würden, begrüßten diese Titel. Bei kleineren Unternehmen und im öffentlichen Dienst sei das teilweise anders. »Da müssen wir noch besser informieren«, sagte der Vizepräsident. (dpa)

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