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25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention: Emma Schweiger fordert Mitspracherechte für Kinder

Vor 25 Jahren verabschiedeten die Vere­in­ten Natio­nen die Kinderrecht­skon­ven­tion. Emma Schweiger präsentierte dazu einen Film von World Vision und forderte mehr Mitspracherechte für Kinder.

Von Susanne Baller

Emma Schweiger, jüngste Tochter von Schauspieler Til Schweiger: Die Schauspielerin forderte bei einer Veranstaltung zum 25-jährigen Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention mehr Mitsprache für Kinder

Emma Schweiger, jüngste Tochter von Schauspieler Til Schweiger: Die Schauspielerin forderte bei einer Veranstaltung zum 25-jährigen Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention mehr Mitsprache für Kinder

Die UN-Kinderrechtskonvention feiert ihr 25. Jahr. Das Übereinkom­men enthält Grundrechte von Kindern in aller Welt - vom Recht auf Trinkwasser, auf Bildung und auf Spielen. Für die meisten Kinder in Deutschland klingt das selbstverständlich, doch beim Recht auf elterliche Fürsorge sieht das schon anders aus. Jedes Jahr geraten Meldungen in die Schlagzeilen, in denen von verhungerten und misshandelten deutschen Kindern berichtet wird.

Emma Schweiger, die zwölfjährige Tochter von Til und Dana Schweiger, stellte bei einer Veranstaltung des deutschen Kinderrechte-Netzwerks einen Film mit Meinungsbeiträgen von Kindern aus der ganzen Welt vor, der am Dienstag zum Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention in New York gezeigt wurde. Schweiger sagte: "Alles an den Kinderrechen ist wichtig, und das ist vielen Menschen leider nicht klar. Kinder müssen mehr gehört werden, vor allem in der Schule von den Lehrern und nach der Schule von den Eltern. Das finde ich sehr wichtig, denn sonst können sie sich nicht helfen und wissen nicht, zu wem sie gehen können, wenn es ein ernstes Problem gibt. Am meisten beschäftigt mich aber, dass viele Kinder sich schon in jungem Alter mit Krieg und Gewalt auseinandersetzen müssen. Kein Kind sollte Angst vor Schlägen von den eigenen Eltern oder vor wütenden Lehrern haben müssen - auch in Deutschland."

World-Vision-Film zu Kinderrechten

25 Jahre Kinderrechte: So wünschen sich Kinder die Welt

So ist zum Beispiel auch das Kinderrecht auf Chancengleichheit noch nicht erreicht. 16 bis 20 Prozent der Kinder in Deutschland müssen in Armut aufwachsen. Die Herkunft eines Kindes bestimmt immer noch stark, wie viel Selbstvertrauen es entwickelt und welche Bildungs- und Zukunftschancen es hat. Dieser Zusammenhang muss durchbrochen werden, denn die Zukunft der Gesellschaft basiert auf guter Bildung und dem Generationenvertrag.

Auch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) bekräftigte anlässlich des Jahrestags ihre Forderung nach der expliziten Nennung von Schutzrechten für Kinder im Grundgesetz: "Kinder haben es verdient, in unserem wichtigsten Wertebuch der Gesellschaft verankert zu sein, und das ist nun mal das Grundgesetz", sagte sie.

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