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Ein Hund als Therapeut: Wenn der beste Freund das gleiche Problem hat

Ein dreijähriges Mädchen, dem kurz nach der Geburt beide Füße entfernt werden mussten, hat einen Hundewelpen adoptiert, den sonst niemand wollte. Denn auch er lebt mit einem Handicap.

Sapphyre und Lt. Dan beim spielen im Garten

Sapphyre und Lt. Dan beim spielen im Garten

Ein kleines Mädchen und ihr Hund - doch hinter diesen beiden steckt mehr als nur die Liebe eines Kindes zu seinem Haustier. Der kleine Hund kam mit nur drei Pfoten zur Welt und heißt Leutnant Dan, benannt nach dem Soldaten aus "Forrest Gump", der im Vietnamkrieg beide Beine verloren hat. Laut seiner Züchterin Karen Riddle ist das für viele ihrer Kollegen Grund genug, einen Welpen zu töten. Sie hingegen machte sich auf die Suche nach dem richtigen Herrchen oder Frauchen für Lt. Dan - und wurde im Shriners Kinderklinikum im US-Bundesstaat South Carolina fündig.

Dort ist Sapphyre Johnson seit ihrer Geburt in Behandlung. Der Dreijährigen mussten beide Füße amputiert werden, mithilfe spezieller Beinprothesen lernte sie trotzdem laufen. Als Sapphyre das erste Mal ein Foto von Lt. Dan sah, sagte sie ihrer Mutter zufolge: "Das ist mein Welpe. Er ist genauso wie ich."

Lt. Dan ist erst neun Wochen alt, als er Sapphyre kennenlernt. Begleitet wird das Treffen von den Ärzten des Mädchens und einer Fotografin. Zwischen Hund und Mädchen ist es Freundschaft auf den ersten Blick. "Er folgt ihr auf Schritt und Tritt überall hin", sagte Sapphyres Mutter dem TV-Sender "ABC".

Züchterin Karen Riddle hat schon häufiger Welpen zu Therapiehunden ausgebildet. Lt. Dan soll seinem kleinen Frauchen später helfen, Freundschaften zu schließen und anderen Kindern ihre Behinderung zu erklären.

"Er ist ein besonderer Hund und er lebt jetzt bei einem ganz besonderen Kind", sagte eine von Sapphyres Ärztinnen der "Greenville News".

vim

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