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Denver: Junge will den letzten Wunsch seines Vaters erfüllen – und erhält Hilfe von Polizei und Feuerwehr

Im Alter von sechs Jahren seinen Vater an Krebs zu verlieren, ist ein hartes Schicksal, auch für die Ehefrau. Deswegen schmiedeten Vater und Sohn einen Plan, mit dem Brady seiner Mutter eine Freude machen kann.

"Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt, mach Limonade draus" ist der Titel eines US-amerikanischen Romans aus dem letzten Jahrtausend und eine Weisheit, die inzwischen auch in Europa ihren Platz gefunden hat. Der sechsjährige Brady aus Denver nahm sie wörtlich, denn so hatte er es mit seinem Vater besprochen. Brandon und Amanda Campbell, Bradys Eltern, pflegten die Tradition einer freitäglichen date night. Auf diese Weise stellten sie sicher, dass sie definitiv Zeit zu zweit verbrachten, was sonst ja neben Kind und Job leicht mal auf der Strecke bleibt. Doch Brandon erkrankte an Darmkrebs und wusste, dass ihm nicht mehr viel Zeit blieb.

"Mein Vater und ich kamen auf die Idee", erzählte Brady dem Sender Fox 31, "dass ich einen Limonadenstand machen könnte, um meine Mutter zum Essen einzuladen. Weil ich nicht genug Geld hatte, aber selbst zahlen wollte. Also habe ich das gemacht." Einen Tag nach dem Tod seines Vaters, am 7. Juli, setzte sich Brady mit seinem Verkaufsstand an die Straße, um dem letzten Wunsch seines Vaters nachzukommen. Dort entdeckte ihn ein Polizist.

Ein Funkruf – und Feuerwehr und Polizei kamen vorbei

Der Mann war gerührt von Bradys Vorhaben und fasste den Plan, das Geschäft in Schwung zu bringen. Per Funk erzählte er seinen Kollegen von Polizei und Feuerwehr von dem Schicksalsschlag des Jungen und dessen Absicht, die Idee seines Vaters umzusetzen. Kurz darauf fuhren diverse Polizei- und Leiterwagen der Feuerwehr vor und sorgten für prächtigen Umsatz. Brady machte satte 244 Dollar an seinem ersten Tag.

Bradys Mutter Amanda erzählt Fox 31, wie gut ihr diese Aktion getan hat. "Es war wunderbar. Man spürte die Wärme und die Energie dieser Aktion, es war eine tragische Zeit für uns. Das hob unsere Stimmung und machte Brady so glücklich." Sie berichtet von der Absicht, die Vater Brandon damit verfolgt hatte. "Brandon war ein cleverer Geschäftsmann und wollte Brady sein Wissen weitergeben – und ich sah, dass es funktionierte. Es rührte mein Herz."

Um die date night für Mutter und Sohn auf solide Füße zu stellen und Geld für die Krebsforschung zu sammeln, wurde knapp eine Woche nach Brandons Tod eine GoFundMe-Kampagne mit "einem virtuellen Limonadenstand" ins Leben gerufen. 50.000 Dollar zu sammeln, ist das Ziel, mehr als 32.000 sind davon schon zusammengekommen. Auch wenn das den Vater nie ersetzen kann, können Brady und seine Mutter nun seine Tradition fortführen.

Quellen: "Brady's Virtual Lemonade Stand" bei GoFundMe, Fox 31

bal
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