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Sechsjähriger vergisst Hobbes: Verlorenes Kuscheltier erlebt Flughafen-Abenteuer

Kaum an Bord, bemerkt der sechsjährige Owen, dass sein Kuscheltier fehlt. Panik! Nach der Landung ruft seine Mutter am Flughafen an, wo Hobbes auch gefunden wird. Als Owen wieder zurückkehrt, wartet nicht nur der kleine Tiger auf ihn.

Von Susanne Baller

Hobbes am Tower: "Sieht nach Sturm aus!"

Hobbes am Tower: "Sieht nach Sturm aus!"

Ein aufgeregter Anruf ging an einem Samstagmorgen am Tampa International Airport in Florida ein: Ein sechs Jahre alter Junge namens Owen, der mit seinen Eltern nach Houston geflogen war, hatte sein Kuscheltier am Flughafen vergessen, den Tiger Hobbes. Seine Mutter berichtete am Telefon, dass ihr Sohn total verzweifelt sei und fragte, ob der Flughafen da irgendwie helfen könnte.

Der Anruf brachte eine Reihe von Angestellten auf Trab, so auch das Hausmeister-Team, das Hobbes bei der Kinderspielecke fand. Nach einer Stunde konnte also die Mutter beruhigt und Owen damit getröstet werden, dass er seinen Tiger bei seiner Rückkehr am Lost-&-Found-Schalter abholen könnte. Parallel jedoch hatte der Manager der Flughafenaufsicht, Tony D'Aiuto, eine Idee: Warum lassen wir den kleinen Tiger nicht den Flughafen erkunden?

Gesagt, getan. Er nutzte seine Mittagspausen und besuchte diverse Abteilungen auf dem ganzen Gelände. "Eigentlich habe ich die Idee geklaut", erzählt D'Aiuto, "von jemandem, der mit einem Stofflöwen eine Museumstour gemacht hat." Er ließ den kleinen Tiger verschiedene Arbeitsplätze besichtigen, Probleme lösen, Eis kaufen gehen und dokumentierte die Ausflüge mit der Kamera. Weil D'Aiuto noch einen Gutschein für ein Fotobuch übrig hatte, beschloss er, die Abenteuer von Hobbes mit einer Geschichte zu erzählen und für Owen daraus ein Buch zu machen. Als sein Werk vollbracht war, gab er den Tiger und das Buch an das Fundbüro, sodass beides für Owen bei seiner Rückkehr bereitlag.

Spät nachts landete der Flieger der Familie, die erst ihr Gepäck abholte und sich dann auf den Weg machte, Hobbes entgegenzunehmen. Ein Kollege von D'Aiuto überreichte Owen sein Kuscheltier sowie das Buch und erzählte ihm, was der Tiger unterdessen alles erlebt hatte. Bei Owens Mutter flossen Tränen der Rührung: "Das war sehr, sehr süß!"

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