HOME

Florida: Sie lebten mit 245 Tiere umgeben von Fäkalien: Polizei befreit Kinder aus Messie-Haus

Drei Mädchen hausten zwischen Schmutz, Müll und Fäkalien – inmitten von Hunden, Ratten, Echsen, Mäusen und Meerschweinchen. Die Polizei entdeckte die unmöglichen Zustände wohl nur, weil der Vater der Kinder sich von seinen beiden Lebensgefährtinnen getrennt hat.

Im Haus in Florida fanden sich neben Müll und Gerümpel 245 Tiere

Im Haus in Florida fanden sich neben Müll und Gerümpel 245 Tiere (Symbolbild)

Unsplash

Anthony Binz von der Polizei in Edgewater, Florida, hat so etwas noch nie zuvor gesehen. In dem Haus, das er mit seinen Kollegen am 20. Oktober betrat, habe man keinen Schritt vor den anderen setzen können. Alles war voller Müll, voller Gerümpel – und voller Tiere. Überall Tierkot und Futterreste, bestialischer Gestank. Und inmitten dieses Chaos hausten drei Kinder.

Die Polizei befreite die acht, neun und zehn Jahre alten Mädchen, die offenbar zusammen mit zwei Frauen hier hausten. Ein Mann, vermutlich der Vater der Kinder, hatte bis vor kurzem ebenfalls hier gelebt, in einer Dreierbeziehung mit seiner Frau und einer weiteren Lebensgefährtin. Doch nun hatte er sich von beiden Frauen getrennt und war ausgezogen. Die Kinder wollte er mitnehmen, da er nicht glaubte, das vermüllte Haus sei der richtige Ort für die Mädchen. Als die beiden Frauen sich weigerten, ihm die Töchter auszuhändigen, verständigte er die Polizei.

Ein Beziehungskrach war die Rettung für die Kinder

Diese kam – und war schockiert. Das Kinderzimmer der Mädchen sei knöchelhoch mit Müll angefüllt gewesen, so Officer Binz. Überall seien Fliegen umhergeschwirrt. "In meinen fünf Jahren als Polizeibeamter ist das die absolut schlimmste Behausung, in der ich jemals war", schreibt Binz in seinem Bericht. "Ein überwältigender Gestank nach Ammoniak, eine Ansammlung von Tieren und diese furchtbaren Lebensbedingungen, in denen es diese drei Kinder aushalten mussten."

Zu den 245 Tieren, die die Beamten in dem Haus vorfanden, zählten unter anderem vier Hunde, ein Igel, 14 Vögel, zwei Geckos, eine Schildkröte, zwei Katzen neun Meerschweinchen, zwölf Kaninchen, zehn Flughörnchen, 95 Mäuse, 60 ausgewachsene Ratten mit 23 Jungtieren – und viele mehr. Viele Tiere lebten in verdreckten Käfigen zwischen ihren eigenen Fäkalien. Fast alle waren von Flöhen besiedelt und hatten Krankheiten. Manchen waren bereits tot. Das örtliche Tierheim nahm die Tiere bei sich auf und bemüht sich nun, sie medizinisch zu behandeln und in liebevolle Hände zu vermitteln.

Die drei Kinder wurden aus dem vermüllten Haus befreit und in die Hände einer "verantwortungsbewussten Verwandten" übergeben. Wie lange die Mädchen in diesem Umfeld leben mussten, ist nicht bekannt. Die Polizei von Edgewater rief die Bürger dazu auf, Spielzeug und Kleider für die Mädchen zu spenden. Die drei Erwachsenen, die sie in diesem Zustand aufwachsen ließen, müssen sich nun wegen Kindesmisshandlung und Tierquälerei vor Gericht verantworten.

Quellen: "CNN" / Facebook

wt

Wissenscommunity