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Nach Treffen in Talkshow Millionär spendiert armer Rentnerin ein Jahr lang das Mittagessen

SWR-Sendung Nachtcafé
In der SWR-Sendung "Nachtcafé" lernten sich Michael Hausenblas (vorne) und Ingeborg Maidhof (rechts neben Moderator Michael Steinbrecher) kennen
© SWR
In einer Talkshow lernten sich Millionär Michael Hausenblas und Rentnerin Ingeborg Maidhof kennen. Die Geschichte der Seniorin, die nicht genug Geld für Mahlzeiten hat, beeindruckte den Unternehmer tief. Jetzt kommt er für die Kosten auf.

Zwischen Michael Hausenblas und Ingeborg Maidhof liegen Welten. Auf der einen Seite der 52 Jahre alte Selfmade-Millionär, der mit dem Verkauf von Staubsaugern ein Vermögen gemacht hat. Auf der anderen Seite die 81-jährige Frau, die von ihrer Rente kaum den Lebensunterhalt bestreiten kann.

Im September trafen beide Welten aufeinander – Hausenblas und Maidhof waren beide in der SWR-Talkshow "Nachtcafé" zu Gast. Thema der Sendung: "Lasst uns über Geld reden". Hausenblas erzählte davon, wie er es vom Hauptschüler zum Multimillionär geschafft hat, Maidhof von ihrer Altersarmut. Die Geschichte hat den Unternehmer offenbar nachhaltig beeindruckt. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, will Michael Hausenblas der Rentnerin ein Jahr lang das Mittagessen bezahlen.

Altersarmut: Rentnerin musste ihr Essen von der Tafel holen

Dazu hätten sich seine Frau und er im Nachgang der Sendung entschieden, so Hausenblas zur "Bild"-Zeitung: "Wir haben in unserem Leben viel Geld verdient. Davon geben wir gern etwas ab." Das geschätzte Vermögen des Paares beträgt 23 Millionen Euro. Ingeborg Maidhof bekommt nun ihr Essen von der AWO geliefert. Das kostet etwa 3500 Euro – für Millionär Hausenblas nicht viel Geld, für die Rentnerin eine ungeheure Erleichterung. Bisher musste sie zur Tafel gehen, weil ihre Rente von 1220 Euro monatlich nicht ausreichte. 400 Euro bleiben ihr zum Leben.

Auch einen neuen Fernseher spendierte der Staubsauger-Millionär. Maidhofs altes Gerät war kaputtgegangen, sie konnte sich kein neues leisten. "Es hat mich sehr berührt, wie Frau Maidhof von ihrem Leben erzählt hat", sagte Michael Hausenblas. In der Sendung hatte die Münchnerin berichtet, dass wegen ihrer Altersarmut keine Neuanschaffungen möglich seien, wenn Haushaltsgeräte defekt sind. Auch der Gang zur Tafel sei in den ersten zwei Monaten "ganz schlimm" gewesen: "Man schämt sich, man weiß nicht, für was, aber es geht jedem so."

Das wird dank des Geschenks von Michael Hausenblas zumindest für ein Jahr nicht mehr nötig sein. Dennoch will Ingeborg Maidhof die Einrichtung weiterhin regelmäßig besuchen: "Dort habe ich meine sozialen Kontakte. Das ist mir wichtig."

Quellen: "Bild" / "Nachtcafé" im SWR

epp

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