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Schicksalsadresse New Yorker Paar erhält irrtümlich Hunderte Wunschzettel an Santa – und antwortet mit Geschenken

Mann vor Weihnachtsdeko
Dieser Weihnachtsmann trägt lediglich einen Schnurrbart
© Screenshot miracleon22ndstreet / Instagram
Warum Jim Glaub and Dylan Parker an ihre Anschrift Wunschzettel bekommen, wissen sie nicht. Ihr Vormieter hatte sie bereits gewarnt. Doch die beiden machen das Beste daraus: Sie erfüllen die Wünsche der Kinder.

Seit zehn Jahren beantworten Jim Glaub und Dylan Parker Briefe an den Weihnachtsmann, die aus mysteriösen Gründen an ihre New Yorker Adresse in der 22nd Street in New York City geschickt werden. Ihr Vormieter hatte die beiden bereits gewarnt, dass ab und an mal Post an Santa bei ihnen ankommen könnte, doch die gelegentliche Post wuchs zu einem beträchtlichen Berg an. Zunächst antwortete das Paar einfach. Da die Kinder, die ihnen schrieben, allerdings meist aus sozial benachteiligten Vierteln kamen, beschlossen die beiden, ihr postalisches Schicksal als Chance zu begreifen. Inzwischen sind sie zu echten Weihnachtselfen geworden, die die Wünsche der Kinder erfüllen.

Obwohl sie schon gar nicht mehr in der Wohnung mit der mysteriösen Adresse leben, setzen die beiden ihre Arbeit als gute Geister fort. Sie gründeten die gemeinnützige Organisation Miracle on 22nd Street, um die Weihnachtswünsche der Kinder erfüllen zu können, die inzwischen jährlich hundertfach dort eintrudeln. Eine Vermutung, warum die Adresse zur Anschrift des Weihnachtsmannes wurde, ist, dass der Autor Clement Clarke Moore, der das Gedicht "The Night Before Christmas" verfasst hat, in der Gegend wohnte. Möglicherweise kursiert das als Tipp unter Kindern der Stadt.

Wie alles begann

BBC Radio 4 Today hat Kontakt zu den Männern aufgenommen und sich ihre Geschichte erzählen lassen. Die britische "Metro" zitiert daraus Jim Glaub: "Der Mann, der einige Jahre vor uns hier lebte, sagte: 'Es werden Briefe an den Weihnachtsmann kommen, nur ein paar, aber damit ihr Bescheid wisst.' 2010 kam ein Brief. Dann ein paar mehr. Im Dezember waren es mehr als 400." Die beiden verkrachten sich mit ihrem Briefträger, weil die Post nicht mehr in den Briefkasten passte. Sie begannen, die Post zu öffnen und fanden unter anderem den Wunschzettel eines Jungen, der schrieb, er habe kein richtiges Bett.

Damals beschlossen die beiden, zurückzuschreiben. Sie baten Freunde um Hilfe, ihr Netzwerk wuchs zu einer Schar an Freiwilligen aus der ganzen Welt. So beantworteten sie in den vergangenen zehn Jahren rund 2000 Briefe. Inzwischen bleibt es nicht mehr bei Antworten, die Wünsche bedürftiger Kinder werden auch erfüllt. Das Paar, das auch für zwei Jahre lang in London lebte, will seine Arbeit auch nach Großbritannien ausweiten. Glaub erklärte der BBC: "Uns haben einige Familien offenbart, dass sie auch ein kleines Wunder brauchen könnten. Wir hoffen, es bald über den großen Teich zu schaffen."

Quellen:"Metro", Facebook, Instagram

bal

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