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Ungeziefer: Silberfische bekämpfen: Welche (Haus-)Mittel helfen gegen die Insekten?

Sie huschen nachts über den Fußboden auf der Suche nach Nahrung: Silberfische sind harmlos – tauchen sie jedoch vermehrt auf, wächst der Ekel. Und man stellt sich die Frage: Wie werde ich das Ungeziefer wieder los?

Silberfischchen sind klein und flink

Sie sind klein, flink und bevorzugen warme bzw. feuchte Orte: Silberfischchen

Getty Images

Die korrekte Bezeichnung der flügellosen Insekten lautet eigentlich "Silberfischchen", allerdings hat sich der Name "Silberfische" im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt. Sie scheuen das Tageslicht und verkriechen sich tagsüber in dunkle Ritzen und Fugen, verstecken sich hinter Leisten oder losen Tapeten. In der Nacht kommen sie aus ihrem Versteck und begeben sich auf Nahrungssuche: Auf ihrem Speiseplan stehen Haare, Hautschuppen und Hausstaubmilben, aber auch Bucheinbände oder Fotos. Sie fressen im Prinzip alles, wo sich Stärke drin befindet – also auch Zucker. Trotz alledem sind die nachtaktiven Insekten keine Schädlinge, deren Anwesenheit unsere Gesundheit gefährden kann. Ganz im Gegenteil. Das ändert nichts an der Tatsache, dass sich viele Menschen vor Silberfischen ekeln und diese bekämpfen wollen. Wie das am besten funktioniert, erfahren Sie hier.

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Hintergrundwissen: Daran erkennen Sie Silberfische

Ausgewachsene Silberfische, ohne Fühler und Schwanz gemessen, sind nur einen Zentimeter groß. Aufgrund ihrer silbrigen Schuppen haben die Körper der Insekten einen metallischen Glanz, daher wahrscheinlich auch die Namensgebung. Die lichtscheuen Tiere bevorzugen warme Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit, daher halten sie sich am liebsten in Küchen, Bädern und Waschküchen auf. Dort herrschen meist zwischen 25 und 30 Grad Celsius – also ideale Temperaturen, damit sich die Silberfische schnell vermehren können: Ein Weibchen kann bis zu 20 Eier ablegen.

Nachdem ihre Nachkömmlinge nur wenige Tage später geschlüpft sind, dauert es ein Jahr lang, bis die Insekten vollständig herangewachsen sind. Bei optimalen Lebensbedingungen werden sie bis zu acht Jahre alt. Aber auch wenn sie keine Nahrung mehr finden, verenden Silberfische nicht sofort – tatsächlich können sie mehrere Monate lang hungern. Was ihre Vermehrung angeht, so gibt es keine festen Jahreszeiten, in denen sie sich fortpflanzen. Wichtig ist eigentlich nur, dass es warm und feucht ist, da sich die Insekten bei Kälte und Trockenheit nicht vermehren können.

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So können Sie Silberfische bekämpfen

  1. Die einfachste Methode, um Silberfische zu bekämpfen, bieten biologische Köderfallen. Dabei handelt es sich um kleine Dosen, in denen sich Silberfischnahrung und Giftstoffe befinden. Fressen die Insekten den Inhalt, sterben sie daran. Die Köderdosen werden einfach im Badezimmer oder in der Küche für mehrere Tage auf dem Boden platziert.
  2. Alternativ dazu gibt es auch noch sogenannte Pheromonfallen – das sind kleine Klebestreifen, die Lockstoffe für Silberfische enthalten. Betreten die Insekten die Klebefalle, bleiben sie daran haften und verenden. Achten Sie beim Kauf jedoch darauf, dass die Falle frei von Insektiziden und auch für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit geeignet ist.
  3. Nützen die beiden genannten Bekämpfungsmittel nichts, können Sie auch zur Chemiekeule greifen. Das ist für Kinder und Haustiere jedoch nicht ganz ungefährlich, daher sollten Sie sich im Vorfeld informieren, wie Sie das Spray richtig anwenden. Bei starkem Befall ist es sogar ratsam, einen Fachmann für Schädlingsbekämpfung hinzuzuziehen.

Sind Silberfische schädlich für die Gesundheit?

Im Gegensatz zu anderen Insekten sind Silberfische harmlos für unsere Gesundheit. Tatsächlich haben sie sogar einen Nutzen, wenn sie in hoher Anzahl auftreten: Das ist meist ein Hinweis darauf, dass Sie in Ihrem Zuhause ein Feuchtigkeitsproblem haben oder einen Schimmelbefall – denn die Tiere ernähren sich unter anderem auch von Pilzsporen. Sie übertragen keine Krankheiten und müssen, rein hygienisch betrachtet, nicht beseitigt werden. Es geht lediglich um den inneren Ekel, den Silberfische erzeugen. Angesehen davon sind sie für Allergiker sogar von Nutzen, da Hausstaubmilben auch auf ihrem Speiseplan stehen.

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Diese Hausmittel bekämpfen Silberfische

Kartoffeln
Wie bereits zu anfangs erwähnt, mögen Silberfische stärkehaltige Lebensmittel. Kartoffeln sind daher geradezu prädestiniert, um die Insekten einzufangen. Halbieren Sie dazu eine rohe Kartoffel und höhlen sie leicht aus. Anschließend ritzen sie den Rand ein, damit die Silberfische hineinkrabbeln können – wenn sie die Hälfte umgedreht auf eine Frischhaltefolie gelegt haben. Während die Tiere mit Fressen beschäftigt sind, können Sie die Falle entsorgen.

Lavendel
Nicht nur Motten, sondern auch Silberfische sind keine Freunde von Lavendel. Damit Sie den Geruch im gesamten Raum verbreiten können, um die Tiere zu vertreiben, eignen sich kleine Lavendelsäckchen besonders gut. Alternativ dazu können Sie auch ein Lavendelöl verwenden: Geben Sie ein paar Tropfen davon in Ihr Wischwasser und reinigen damit den Fußboden in der Küche, im Badezimmer oder in der Waschküche.

Honig
Ähnlich wie die Pheromonfalle mit Klebestreifen funktioniert die Bekämpfung mit Honig: Streichen Sie dafür ein bisschen von dem goldenen Nektar auf einen Streifen Papier und lassen dieses über Nacht in dem befallenen Raum auf dem Boden liegen. Die Silberfische werden von dem süßlichen Geruch angelockt und bleiben daran kleben, wenn sie über den Honig huschen und sich daran satt essen wollen.

Backpulver
Noch effektiver ist die Verwendung von Backpulver in Kombination mit Zucker. Dadurch entsteht ein natürliches Gift für Silberfische, die sich auf die Mischung stürzen und kurz darauf verenden werden. Das liegt in der tödlichen Mischung begründet, die im Körper der Insekten stark aufquillt. Streuen Sie die beiden Zutaten am besten auf einem kleinen Teller zusammen und stellen diesen über Nacht auf den Fußboden.

Zitronensaft
Auch Zitronensaft ist ein wirksames Hausmittel gegen Silberfische. Vermischen Sie den Saft mit etwas Wasser und geben Sie die Lösung in eine Sprühflasche. Danach können Sie mit dem Gemisch alle Flächen besprühen, auf denen Sie die Insekten gesichtet haben. Für Menschen vollkommen unbedenklich, nehmen die Tiere Reißaus bei dem Geruch. Wobei es hier keine Garantie dafür gibt, dass wirklich alle Silberfische verschwinden.

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So können Sie Silberfischen vorbeugen

Wenn Sie sich jetzt fragen, wie Sie einem erneuten Befall vorbeugen können, noch bevor Sie die ersten Silberfische bedenken, so können Sie sich an den folgenden Tipps orientieren:

  • Lüften Sie die Räume regelmäßig, in denen es besonders warm und feucht ist. Je kühler und trockener ein Ort ist, desto unattraktiver wird er für Silberfische.
  • Saugen und wischen Sie Ihre Fußböden regelmäßig, damit keine Hautschuppen, Haare oder Krümel lange herum liegen und hungrige Silberfische anlocken.
  • Dichten Sie offene oder rissige Fugen und Spalten ab. Sie sind nicht nur der Ein- und Ausgang von Silberfischen, sondern auch beliebte Verstecke der Insekten.
  • Entfernen Sie schimmelige Stellen – diese nicht ein gefundenes Fressen für Silberfische. Abgesehen davon ist es auch für Ihre Gesundheit besser.

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