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Lehrergesuch: Zwergschule in den Allgäuer Alpen droht Schließung

Ein Raum, 25 Schüler der Klassen eins bis vier und kein Lehrer: der einzigen Zwergschule Bayerns droht die Schließung, wenn nicht ganz schnell ein Nachfolger gefunden wird.

Die bayernweit einzige Grundschule mit einer jahrgangskombinierten Klasse von Stufe eins bis vier in Unterjoch im Oberallgäu sucht dringend einen neuen Lehrer. Nach Angaben der Elternbeiratsvorsitzenden Elisabeth Gehring droht der Zwergschule mit 25 Schülern die Schließung, weil noch kein Nachfolger für die bisherige Lehrerin gefunden wurde. Notfalls werde der Schulbetrieb mit einer mobilen Reserve fortgeführt, sagte dagegen der Pressesprecher der Regierung von Schwaben, Martin Pflaum.

Motivation und Selbständigkeit

Bewerber für die Stelle bräuchten ein hohes Maß an Motivation und Selbstständigkeit, sagte Roland von Bressensdorf, Rektor der Schule in Bad Hindelang, zu der die kleine Dorfschule gehört. Der Lehrer müsse schnell im Unterrichtsstoff der verschiedenen Jahrgangsstufen wechseln können. Eine Bewerberin habe deshalb schon wieder abgesagt, berichtete Gehring. Die bisherige Lehrerin sei die Idealbesetzung für die Stelle gewesen, habe aber aus familiären Gründen um die Versetzung gebeten.

Elf Kilometer bis zur nächsten Schule

Auch die Regierung von Schwaben hat sich inzwischen in die Suche eingeschaltet. Nach Schneefällen sei die kurvenreiche Passstraße nach Bad Hindelang für den Verkehr häufig gesperrt, sagte Pflaum in Augsburg. Der elf Kilometer lange Weg sei den Kindern im Winter nicht zuzumuten. Auch wenn noch keine neue Lehrkraft für das kommende Schuljahr gefunden wurde, sei der Lehrbetrieb gesichert, sagte Pflaum.

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