muenchen Humor-Unterricht mit Harald


Zweieinhalb Monate Freiheit pur, das jedes halbe Jahr, und zwar fünf, sechs, sieben Jahre lang. Was für ein Leben! Wie Münchner Studenten ihre Semesterferien verbringen

Zweieinhalb Monate Freiheit pur, das jedes halbe Jahr, und zwar fünf, sechs, sieben Jahre lang. Was für ein Leben! Wie Münchner Studenten ihre Semesterferien verbringen

Das H-Wort! Bloß nicht! Dabei war das Frühstück in der neuen Wohnung gerade so ausgelassen. Bis das Wort von den Hausarbeiten fiel. Sieben Geisteswissenschaftler, und alle stöhnen über ihre Pflicht. Zwei Hausarbeiten, das ist Minimum. Umfang jeweils um die fünfzehn Seiten.

Semesterferien, welch Schönfärberei. Es ist doch nur die vorlesungsfreie Zeit. Viele arbeiten, um sich fürs Studium etwas Geld zu verdienen - denn an Studentenjobs ist in München bei einer Arbeitslosenquote von circa vier Prozent kein Mangel.

Einer meiner WG-Mitbewohner hingegen fährt nach Venedig, der andere nach Hause ins schöne Westfalen. Mein Badminton-Partner macht eine große Radtour, er will mit einem Kumpel von München nach Rom fahren. Wie weit das ist? »Äh, hm, das ist eigentlich eine gute Frage«, versetzt er mich.

Ariel, der Psychologie-Student von den Philippinen, lernt weiter mit der Fernuniversität, macht dort einen Wirtschaftskurs. Und will nebenbei den Humor der Deutschen kennen lernen: Jeden Abend steht Harald Schmidt auf seinem Programm. »Ich weiß nie, warum die Leute lachen.«

Studenten der Naturwissenschaften haben es da nicht so leicht. Die meisten müssen irgendein »Praktikum« an der Universität machen. Oder sich auf das nächste Semester vorbereiten. »Unglaublich viel Arbeit«, stöhnt Medizinstudentin Teresa, erstes Semester. Anatomie will erst einmal gelernt werden.

Wer einsam in den Semesterferien in München weilt, kommt endlich mal in der Mensa sofort zu den freundlichen Damen, die einem an der Kasse nur die Worte »Pfandmarke zwei! Pfandmarke zwei!« ans Gesicht klatschen. Endlich ist immer ein PC in der Universitätsbibliothek frei. Endlich sind die Sprechstunden der Professoren nicht allzu überfüllt. Wahnsinn!

Also dann, ab in den Urlaub.(fn)


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