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muenster: Fakten und Fiktionen

Jahrestagung der DG PuK wird vom IfK Münster organisiert

Jahrestagung der DG PuK wird vom IfK Münster organisiert

Manchmal müssen sich selbst hartgesottene Konstruktivisten den unbarmherzigen Bandagen der Realität stellen. Wenn es um die Reputation eines Institutes geht, zählt nämlich weniger die Funktionalität nach innen, sondern die Repräsentation nach außen. Anders gesagt: Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft findet in diesem Frühjahr in Münster statt. Nach 19 Jahren sei es mal wieder Zeit gewesen, dass man sich einer größeren Öffentlichkeit präsentiere, berichtet Achim Baum, der das Organisationsteam am Institut für Kommunikationswissenschaft leitet.

»Die Auseinandersetzung mit anderen Fachvertretern ist einfach interessant«, erzählt Baum und liefert auch gleich den Grund, warum die Studenten ebenfalls an der dreitägigen Veranstaltung teilnehmen sollten. Erst der Blick über den eigenen wissenschaftlichen Tellerrand ermögliche einen umfassenden Blick auf das vielseitige Spektrum des Faches - und sei es nur um zu wissen, dass die anderen Schulen der Kommunikationswissenschaft auch noch nicht viel weicher auf dem Boden der Medienrealität gelandet sind. Ob es diese überhaupt noch gibt und in welchem Verhältnis sie zu anderen Systemen wie PR, Werbung oder Politik steht, wird Gegenstand der Tagung unter dem Motto »Fakten und Fiktionen. Über den Umgang mit Medienwirklichkeiten« sein. »Es gibt so viele Medienwirklichkeiten, wie es Medien und Mediennutzungstypen gibt«, ist von der Seite der Organisatoren zu hören. Einige davon sollen den Teilnehmern in den acht verschiedenen Panels näher gebracht werden. Die Wirklichkeit des Ereignisses und die Wirklichkeit des journalistischen Berichtes unterscheiden sich, die Tagung soll klären, in welchem Verhältnis beide zueinander stehen. Die Auflösung der Frage, was nun wahr ist oder nicht, sei dabei irrelevant.

Das Institut erwartet übrigens 180 bis 200 Teilnehmer zur Jahrestagung der Gesellschaft, die bundesweit rund 600 Mitglieder verzeichnet. 150 davon werden selbst in Münster erscheinen, die Restplätze sind erstmals für Studenten und andere Interessierte vorbehalten. Ganz billig ist der Spaß allerdings nicht: 120 Mark müssen Studierende für die Teilnahme bezahlen. Dafür wartet ein buntes Programm auf die offenen Ohren der Medienwissenschaftler. 48 Referate in den verschiedenen Panels, ein Schwerpunkt zum Thema Journalismus sowie zahlreiche namhafte Vertreter des Faches und aus den Medien werden zu erwarten sein. Die gesamte Veranstaltung wird im Mövenpick-Hotel in Münster stattfinden, lediglich die Eröffnung ist für alle Interessierten in der Aula des Schlosses offen. Zur abschließenden Podiumsdiskussion haben unter anderem bereits Ministerpräsident Wolfgang Clement und der DJV-Vorsitzende und ehemalige Münsteraner Professor Siegfried Weischenberg ihre Teilnahme zugesagt. Interessant wird bei dieser Konstellation sein, welche Meinungen zur Zukunft des Internet aufeinander prallen. (mk)

Info:

Jahrestagung der DG PuK in Münster vom 23. bis 25. Mai, Informationen über das Institut für Kommunikationswissenschaften.

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