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Untersuchung: Hunderttausende Schulschwänzer in Deutschland

Nach jüngsten Untersuchungen sind bis zu zehn Prozent der rund 9,8 Millionen deutschen Schüler "aktive Schulschwänzer". Das gab der Vernad Bildung und Erziehung bekannt.

Hunderttausende Kinder und Jugendliche in Deutschland schwänzen regelmäßig die Schule. Diese Verweigerungshaltung berge ein wachsendes Potenzial "gesellschaftlicher Sprengsätze", erklärte der Verband Bildung und Erziehung (VBE). Nach jüngsten Untersuchungen müssen bis zu zehn Prozent der bundesweit rund 9,8 Millionen Schüler als "aktive Schulschwänzer" gelten, sagte VBE-Bundesvorsitzender Ludwig Eckinger. Unter den entwickelten Ländern produziere Deutschland die meisten Schulversager.

Schulen nicht allein lassen

Eckinger appellierte an die Politik, die Schulen mit diesem Problem nicht allein zu lassen. Die Praxis einiger Bundesländer, Schulschwänzer und deren Eltern mit Bußgeldern abzustrafen oder die Zöglinge von der Polizei in die Schule verfrachten zu lassen, lehnt Eckinger ab. "Statt zu solchen Mitteln des Ordnungsstaates zu greifen, sollten besser die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändert werden." Als Ursachen für Schulverweigerung und -müdigkeit in Deutschland nannte Eckinger lebensfremden Unterricht, anregungsarmes Umfeld, Sprachprobleme, Unter- oder Überforderung. Die PISA-Studie habe zudem bewiesen, dass das deutsche Schulsystem "unterschiedliche Startchancen nicht nur nicht ausgleicht, sondern noch verschärft".

Sozialpädagogische Anlaufstellen

Die Schulen brauchen nach Ansicht von Eckinger "ein System gestufter Hilfsmaßnahmen, um problemadäquat handeln zu können". Er betonte die Notwendigkeit eines Netzwerkes, in dem Jugendhilfe, medizinische und psychologische Einrichtungen, Polizei sowie Kirchen mit Eltern und Schule zusammenarbeiten. Schulsozialarbeit müsse gerade an Schulen mit vielen Problemschülern einen festen Platz erhalten, forderte der VBE-Vorsitzende. Er plädierte zudem für sozialpädagogische Anlaufstellen, um "Risikokinder" bei Schuleintritt oder Übergang in weiterführende Schulen zu begleiten.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.