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Fotos von Olivier Valsecchi: Nackt, aber doch kein Akt

Hier geht es mal nicht um die Zurschaustellung des Körpers. Für Olivier Valsecchi sind Körper nicht anderes als Worte. Und er formt Sätze daraus. 

Es gibt Aktfotografen und es gibt Olivier Valsecchi. Die Nacktheit in den Bildern ist Mittel zum Zweck. Der Körper, sagt Valsecchi, ist das Material, mit dem er Atmosphäre schafft. Die Nacktheit ist demnach tatsächlich eine Entblößung, eine Entblätterung, nichts weniger als ein Weg zur Wahrheit. In diesem Sinne versteht sich Valsecchi also eben nicht als Aktfotograf, er ist ein Wahrheitsfinder. "Ich möchte einen gespenstischen Ausdruck in meinen Bildern vermitteln – einen Mix aus Wirklichkeit und Anwesenheit," gab er einmal der "art" zu verstehen. Das ist ihm wohl gelungen, finden wir. Seine Sätze erzählen von epischen Themen: Geburt, Sterblichkeit, Aufgabe. Nichts ist leicht, alles aufgefüllt mit Bedeutung. Schön ist es trotzdem. Sein nächstes Projekt wird sich mit Kleidungsstücken auseinandersetzen. Schade eigentlich.