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Atomwaffentest am Bikini-Atoll: Die Sprengung des Paradieses

Vor fast genau 70 Jahren begannen die USA die "Operation Crossroads" - eine Reihe von Atomtests im Bikini Atoll. Unsere Fotostrecke zeigt anlässlich des Jahrestages noch einmal die Aufnahmen, die ikonisch für das Atomzeitalter werden sollten.

Am 25 Juli 1946 - auf den Tag genau vor 70 Jahren - erfolgte der zweite Atomtest am Bikini-Atoll, mit dem Codenamen "Baker". Weil die Bombe 30 Meter unter Wasser detonierte, bildete sich ein besonders ausgeprägte, pilzförmige Explosion, bei der zwei Millionen Tonnen Wasser in die Luft befördert wurden. Besonders charakteristisch ist auch die Druckwelle, die der Explosion vorauseilt.

Am 25 Juli 1946 - auf den Tag genau vor 70 Jahren - erfolgte der zweite Atomtest am Bikini-Atoll, mit dem Codenamen "Baker". Weil die Bombe 30 Meter unter Wasser detonierte, bildete sich ein besonders ausgeprägte, pilzförmige Explosion, bei der zwei Millionen Tonnen Wasser in die Luft befördert wurden. Besonders charakteristisch ist auch die Druckwelle, die der Explosion vorauseilt.

Wir schrieben das Jahr 1946, der Zweite Weltkrieg war gerade erst siegreich für die USA zu Ende gegangen. Doch der nächste globale Konflikt, der Kalte Krieg, stand bereits in den Startlöchern - das nukleare Wettrüsten zwischen den Westmächten und dem Ostblock unter der Führung der USA und der Sowjetunion sollte die nächsten Jahrzehnte bestimmen. Nachdem die USA am 16. Juli 1945 erstmals erfolgreich eine Kernwaffe unter dem Codenamen "Trinity" (Dreifaltigkeit) gezündet hatten, folgten knapp ein Jahr später zwei weitere Tests, die als "Operation Crossroads" traurige Weltberühmtheit erlangten. Etwas mehr als siebzig Jahre ist dies nun her.

Nachdem der erste Kernwaffentest noch in der Wüste im US-Bundestaat New Mexico erfolgte, hatten sich die US-Militärs für die nächsten Tests ihrer Wunderwaffe das abgelegene - aber dennoch bewohnte - Bikini-Atoll im Pazifik ausgesucht. Die Zerstörungskraft der neuartigen Waffen hatten die Abwürfe von "Little Boy" und "Fat Man" über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki auf dramatische Weise unter Beweis gestellt.

Langzeitfolgen der Tests umstritten

Der "Able"-Test fand am 1. Juli 1946 statt, nachdem die Bevölkerung des Bikini-Atolls auf das ungefähr 200 Kilometer entfernte Rongerik-Atoll umgesiedelt wurde. Die Atombombe wurde von einem B-29-Bomber abgeworfen und detonierte planmäßig - wenn auch ungefähr 550 Meter vom Zielschiff entfernt, in einer Höhe von zirka 160 Metern. Sie hatte eine Sprengkraft von 23 Kilotonnen. Fünf der Schiffe im Detonationsgebiet sanken nach der Explosion. Die auf den Schiffen platzierten Tiere erlagen der hohen Strahlendosis. Die Detonation beim "Baker"-Test hatte zwar die gleiche Sprengkraft wie "Able", wurde jedoch in einer Wassertiefe von 30 Metern gezündet. Das Ergebnis war eine immense Kuppel aus Wasserstaub, die die umliegenden Schiffe stark verstrahlte.

Die letzte umfassende Untersuchung der radioaktiven Belastung durch die Internationale Atomenergiebehörde aus dem Jahr 1997 ergab: "Es wird empfohlen, dass das Bikini-Atoll unter derzeitigen radiologischen Bedingungen nicht wieder dauerhaft besiedelt werden sollte." Bis heute sind die Langzeitfolgen der Tests auf die Gesundheit der umliegenden Bevölkerung umstritten.

90 Schiffe waren das Ziel der Explosionen

Das Bikini-Atoll wurde aufgrund seiner abgelegenen Lage, weitab von Flugverkehrs- und Schifffahrtszonen von der US-Führung auserwählt. Das paradiesisch anmutende Atoll, das zu den Marshallinseln gehört, war früher Teil des amerikanischen Treuhandgebiets Pazifische Inseln. Insgesamt wurden am Bikini-Atoll und dem benachbarten Eniwetok-Atoll 67 Atomtests durchgeführt. Doch bei wohl keinem der zahlreichen Tests auf den Pazifik-Atollen, entstanden so berühmte Aufnahmen wie bei den Explosionen mit den Codenamen "Able" und "Baker", was auch daran lag, dass man damals viele Journalisten eingeladen hatte, um die Macht der Atomwaffen zu dokumentieren.

Ziel der Tests war es herauszufinden, wie sich eine Atombombenexplosion auf einen Flottenverband auswirken würde. Zu diesem Zweck wurden mehr als 90 Schiffe in unterschiedlichen Abständen zum genauen Ort der Detonation platziert. Auch befanden sich zahlreiche Tiere an Bord der Schiffe, an denen der Effekt der radioaktiven Strahlung gemessen werden sollte. Über 42.000 Soldaten und Wissenschaftler waren an den Planung und Durchführung der Operation Crossroads beteiligt. Zunächst waren drei Kernwaffentests geplant, doch nur zwei - "Able" und "Baker" - wurden im Rahmen der "Operation Crossroads" auch durchgeführt. Sehen Sie in unserer Fotostrecke erneut Aufnahmen von der Atomwaffentests von damals - als gigantische Explosionen das Pazifik-Paradies erschütterten.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.