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Robert Lebeck: Hinter dem Leben her

Er war einer der großen stern-Fotografen und hat in den vergangenen 50 Jahren den deutschen Fotojournalismus maßgeblich geprägt. Am 21. März feiert Robert Lebeck seinen 75. Geburtstag.

Als die Russen mit Panzern und Tieffliegern die Kirche von Löcknitz nahmen, wusste der 15-jährige Flakhelfer Robert Lebeck, dass er den Zweiten Weltkrieg verloren hatte. Er warf sein altes belgisches Maschinengewehr weg und schlug sich Richtung Westen durch, vorbei an aufgeblähten Pferdekadavern und Soldaten, denen die Gedärme aus der zerfetzten Uniform hingen. Vorbei an den "Kettenhunden" der Nazis, die heimwärts flüchtende Soldaten noch im April 1945 als Deserteure erschossen. Damals, als er von Schwerin bis Berlin um sein Leben lief, hat er gelernt: "Dass es schlimmer nicht kommen kann. Dass nichts zählt außer dem eigenen Durchkommen, dass man sich nie etwas vorschreiben lassen darf und dass man, wenn es doch Vorschriften gibt, sie in jedem Fall umgehen muss - das gilt für Krieger wie für Fotografen." Als Reporter ist er nie wieder in den Krieg gezogen, "ich war immer hinter dem Leben her, nicht dem Tod".

So charmant, gut aussehend und schlitzohrig wie er hat kaum ein Reporter es geschafft, die vielen Mauern zu umgehen, hinter denen die Mächtigen und Reichen sich verstecken. Vor ein paar Jahren, als Lebeck mit Gerhard Schröder im Kosovo war, zeigte der über 70-Jährige noch einmal der gesamten Konkurrenz, wie man seine Aufpasser austrickst. Weil es Journalisten nicht erlaubt war, zum Kanzler in den Hubschrauber zu klettern, klebte Lebeck sich ein Schild mit dem Namen des Regierungssprechers aufs Jackett, lächelte alle Wachen herausfordernd an - und saß prompt neben Schröder im Helikopter. Unbefugten ist in Deutschland der Eintritt immer verboten, sagt Lebeck, "ich habe einfach den befugten Blick aufgesetzt. Damit kommt man durch".

Nach dem Krieg

studierte er Völkerkunde in den USA, doch als er über "Inzest-Muster bei den Eskimos" zu schreiben begann, ohne die Bibliothek je verlassen zu haben, wurde ihm klar, "was für ein Blödsinn das war, aus Büchern zu lernen. Ich wollte raus". Eine Kamera der Marke Retina 1A, die ihm seine damalige Frau zum 23. Geburtstag schenkte, war der Eintritt in sein neues Leben. Mit einer Vespa raste er fortan durch Heidelberg, immer auf der Jagd nach einem Foto, das sich an die Lokalzeitungen verkaufen ließ. Sein erstes gedrucktes Foto - Adenauer besucht Baden-Baden - war ein schlechtes Geschäft. Der Aufwand kostete ihn 50 Mark, das Honorar betrug nur 18 Mark. Den Fehler beging er nie wieder: Lebeck wurde einer der höchstbezahlten Fotografen Deutschlands.

Wenn junge Kollegen ihn heute fragen, welchen guten Tipp er ihnen geben könne, sagt Lebeck: "Fall nie drauf rein, wenn sie dich in einen Pressebus setzen wollen. Da bist du immer weit weg vom Geschehen." Lebeck ging immer seinen eigenen Weg, keiner hat so elegant und freundlich alle Verbote ignoriert wie er. Als Gorbatschow im Tirolerhut zum Schloss Neuschwanstein hochschnaufte, war einzig Lebeck als Fotograf dabei. Er mogelte sich 1968 in New York, nachts um zwei, an allen Leibwächtern vorbei in die St. Patrick's Cathedral. Drin saßen Jackie Kennedy und Lee Radziwill schwarz verschleiert am Sarg des ermordeten Robert Kennedy und beteten. Bob Lebeck versteckte sich hinter einer Säule und drückte 15-mal drauf - das Foto der beiden Trauernden ging um die Welt.

Bob erwischte den Ayatollah Khomeini ohne Turban, er knipste, als dem belgischen König bei einem Besuch in Léopoldville der Ehrendegen von einem johlenden Kongolesen gestohlen wurde. Er tanzte in Berlin eng umschlungen mit dem Busenstar Jayne Mansfield und vergaß trotzdem nicht, ihr mit seiner Leica tief in den Ausschnitt zu spähen. Ohne Lebeck wäre der stern nicht zur besten und größten Illustrierten Europas geworden.

Absperrungen, Verbotsschilder,

verschlossene Türen - sie üben eine magische Anziehungskraft auf ihn aus. Dabei ist er nie unverschämt: "Da hilft nur eins: ja und amen sagen und genau das Gegenteil machen." Ein Fotograf müsse sich um ein Hindernis "schlängeln", sich dem Opfer "auf Samtpfoten" nähern und dann blitzschnell zuschlagen. Unterwegs wirkt Bob oft faul, wie ein dösender Panter. Manchmal fragt man sich: Hat er überhaupt eine Kamera mit? Wann packt er sie endlich aus? Aber dann schlägt er zu, wie eine Raubkatze, völlig überraschend, zielsicher und unsentimental: "Gute Gefühle haben wenig mit guten Bildern zu tun."

stern-Gründer Henri Nannen, der Lebeck stets bewunderte, sagte: "Fotografie ist ihrem Wesen nach zudringlich, ja räuberisch. Sie ist auf das Innerste ihrer Beute aus, auf ihre Identität." Damit hat er Lebeck gemeint. Seine Bilder von der traurigen Romy Schneider und dem glücklichen US-Präsidenten Lyndon B. Johnson rühren uns noch heute an, weil sie dem Innersten dieser Menschen so nahe gekommen sind. "Eins ist mir bei Robert Lebeck immer aufgefallen", sagte Nannen damals, "er entwickelt eine menschliche Beziehung zu seinen "Opfern", die einfach stimmt. Man muss ihn mögen."

Die große Zeit der Foto-Reporter,

als man noch in den feinsten Hotels wohnte, erster Klasse durch die Welt flog und 20 Seiten lang gedruckt wurde, sei vorbei, sagt Lebeck ohne jedes Lamentieren. Wenn er heute noch einmal anfinge, würde er sich eine Fernsehkamera kaufen, die laufenden Bilder seien stärker als die gedruckten. Traurig sei er deswegen nicht: "Ich gehöre zu einer aussterbenden Spezies. Na und?"

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18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus