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Sony World Photography Awards 2017: Die Schönheit des Hässlichen

Der britische Fotograf Martin Parr wird bei den Sony World Photography Awards 2017 mit dem Preis für "Herausragende Leistungen für die Fotografie" ausgezeichnet. In seinem Werk rücken die Dinge in den Fokus, die andere gar nicht ablichten würden.

Am schiefen Turm von Pisa posieren Menschen so davor, dass es aus dem richtigen Blickwinkel scheint, sie würden den Turm stützen

1990 am schiefen Turm von Pisa, Italien: Viele Menschen, ein Gedanke. Aus der richtigen Perspektive könnten dies nette Urlaubserinnerungen werden. Doch Fotograf Martin Parr hält nicht viel von der "richtigen" Perspektive.

"Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen", sagte der Fotograf Martin Parr einst. Nun erhält der 64-Jährige bei den Sony World Photography Awards 2017 den Preis für "Herausragende Leistungen für die Fotografie".

Parrs legt seinen Fokus auf Klischees des Alltags. Er will bewusst das vermeintlich Hässliche zeigen, solche Motive, die üblicherweise vermieden oder retuschiert werden. Seine Themenschwerpunkte sind Freizeit, Konsum und Kommunikation.

Der stern stellt acht Bilder aus seiner langjährigen Karriere vor. 

fin
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