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Gutes aus dem Küchengarten: Jedes Böhnchen ein Kanönchen

Bohnen und Linsen werden oft nicht gut vertragen. Daher geben schlaue Küchengärtner immer ein paar Kräuter mit ins Kochwasser - für die Verdauung. Angelika Wohofsky verrät, welche.

Es gibt viele dumme Sprichwörter. Eines aber hat ein gewaltiges Körnchen Wahrheit in sich: "Jedes Böhnchen ein Kanönchen". Denn Hülsenfrüchte werden nicht immer und von jedem von uns gut vertragen. So kracht es manchmal gewaltig in der Hose.

Schlaue KüchengärtnerInnen wissen das. Sie bauen Bohnenkraut an. Dazu Fenchel, Kümmel, Koriander, Liebstöckl, Thymian und Rosmarin.

Was haben diese Kräuter alle gemeinsam? Sie fördern die Verdauung, wenn man Hülsenfrüchte isst. Und man gibt sie dem Kochwasser bei. Damit es nicht kracht, in der Hose.

Die Familie der Hülsenfrüchte – Bohnen, Linsen, Kichererbsen und Erbsen – zählt fast 18.000 Arten. Diese Leguminosen eignen sich fantastisch für die Zubereitung der unterschiedlichsten Speisen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass man das Einweichwasser verwirft. Weil es für den Körper belastende Stoffe enthält.

Auch der Ysop wirkt verdauungsfördernd. Foto: Wohofsky-Images

Also, getrocknete Hülsenfrüchte in Wasser über Nacht einweichen lassen, mit einem Kaffeelöffel Speisesoda darin. Dann dieses Einweichwasser wegschütten und die Hülsenfrüchte gut schwemmen. Danach erst in reichlich frischem Wasser weich kochen und zum Kochwasser eines der oben genannten Gewürze beigeben.

Auch Ysop hat eine gute Wirkung auf die Verdauung und darf bei Gerichten mit Hülsenfrüchten nicht fehlen. Püriert man diese, sind sie ebenfalls leichter verdaulich.

Ich greife noch zu einem Trick, der den Gemüsegeschmack verstärkt. Ins Kochwasser gebe ich ein paar Blättchen frischer oder getrockneter Minze. Zusätzlich zum verdauungsfördernden Bohnenkraut, Koriander etc. So kann man dann beruhigt Bohnen, Linsen, Erbsen essen, ohne um Kanönchen zu fürchten.