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Stars der Bio-Kiste: Die Möhre

Sie ist süß, und sie ist knackig. Und so schön orange. Ideale Kinderkost - ja, Gören schwören auf Möhren.

Zurück zu den Wurzeln? Wie gut das klingt, wie gut das ist. Nur allzu weit zurück, das muss nicht sein. Nehmen wir Möhren: Die Wurzeln der Wurzel, wie die Möhre in Norddeutschland heißt, sind in Afghanistan.

Dort gibt es die Ur-Möhre noch heute. Käme uns aber, auf dem Weg über die wöchentliche Bio-Kiste, so eine Hindukusch-Rübe auf den Tisch, wir griffen gleich zum Telefon: "Was haben Sie uns da eingepackt?", würden wir fragen und dabei mit spitzen Fingern ein langes, dünn-struppiges, bleichlich gelbes, holziges Gewächs in die Höhe halten. Bio-Ladenbesitzerin: "Eine Ur-Möhre. Mehr Bio geht nicht." Wir: "To bio or not to bio, that's not the question - Ur-Dinger kauen Sie bitte selber, wir wollen Holland-Möhren!"

Das sagen wir mit Vergnügen, denn es ist schön, auch mal was Gutes über Holland zu sagen. Von dort kamen zwar die Wassertomate und bestrahlte Gurken. Davor aber haben sich die Poldermenschen, seit Jahrhunderten große Gärtner auf gutem Grund, durch Prachtzüchtungen hervorgetan. Holland machte die Möhre zu dem, was und wie sie heute ist - dick, gerade und orange. Vor allen Dingen aber knackig und mit dieser natürlichen Süße, die Kindern so gut schmeckt.

Besonders gut: Die in Brühe al dente gegarten Möhren zum Schluss ein, zwei Minuten in Butter und karamellisiertem Zucker braten.

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