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Die gute Tasse Kaffee: Darum ist Filterkaffee wieder hip

Lange Zeit war Omas Filterkaffee verpönt - er schmeckte bitter und verbrannt. Aber damit ist nun Schluss. Denn Filterkaffee kann auch ganz anders sein: schokoladig, beerig und voller Aromen.

Von Denise Wachter

Eine durchschnittliche Tasse Kaffee aus Omas Kaffeemaschine? Schluss damit. Jetzt genießen wir Aromen wie Schokolade, Himbeeren oder Blaubeeren.

Eine durchschnittliche Tasse Kaffee aus Omas Kaffeemaschine? Schluss damit. Jetzt genießen wir Aromen wie Schokolade, Himbeeren oder Blaubeeren.

Kaffeemaschine, Filter, Wasser und Kaffeepulver - noch einen Schuss Kondensmilch dazu und voilà: Die durchschnittliche Tasse Kaffee ist fertig. So wird er oft in Büros getrunken, oder bei Oma, die ihn mit ihrer geliebten, gurgelnden Kaffeemaschine aufbrüht. Ein großer Genuss ist das nicht unbedingt. Der Kaffee schmeckt immer leicht bitter, mit Röstaromen, die dort nichts zu suchen haben.

Trotzdem ist er nun wieder zurück, der Filterkaffee - und nicht erst seit gestern. Die Kaffeerösterei Elbgold in Hamburg bietet schon seit zehn Jahren handgebrühten Filterkaffee an. Damals wurden sie noch belächelt, heute sind sie gewissermaßen Pioniere. Seit gut zwei Jahren steigt der Konsum des Filterkaffees im Vergleich zu Kaffeespezialitäten wie Latte Macchiato und Co. Das bestätigt auch der Deutsche Kaffeeverband. Im Jahr 2013 tranken Verbraucher mehr gebrühten Kaffee als noch im Vorjahr. Der Konsum von Latte Macchiato und Cappuccino ging hingegen zurück. Auch die Nachfrage nach ganzen Bohnen stieg in Deutschland in den letzten Jahren rasant an: Waren es 2003 noch um die 11.500 Tonnen, konsumierten wir im Jahr 2013 bereits 62.000. Tendenz steigend.

Zwar wird jetzt nicht mehr mit Omas Kaffeemaschine gebrüht, zumindest in den hippen Coffee Shops, sondern mit einem Handfilter aufgegossen, aber das Prinzip bleibt dasselbe: Kaffeepulver wird mit heißem Wasser übergossen.

Aber einen Unterschied gibt es doch: Die Kaffeebohnen werden frisch gemahlen, der Papierfilter sollte vorher mit heißem Wasser durchgespült werden, damit sich der Papiergeschmack verflüchtigt. Dann wird in langsamen kreisförmigen Bewegungen das Wasser über das Kaffeepulver gegossen - mit heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser. Aber was viel wichtiger ist: Der Filterkaffee schmeckt heute nicht so bitter wie bei Oma. Woran das liegt?

Eine kleine Kaffeegeschichte

Das hängt unter anderem mit dem Mahlgrad der Bohnen zusammen. Grundsätzlich gilt: Je langsamer der Kaffee durchläuft, desto gröber müssen die Bohnen gemahlen sein, sonst schmeckt der Kaffee bitter. Für einen Espresso wird der Kaffee demnach fein, für einen Handfilterkaffee eher mittelgrob gemahlen. Omas Kaffeepulver ist immer ganz fein. Aber nicht nur das: "Das Revival des Filterkaffees hängt auch mit der Entwicklung der Kaffeeszene zusammen", erklärt Kaffeeexperte Argin Keshishian, Gründer von Public Coffee Roasters. "Filterkaffee schmeckt heute einfach besser, weil anders mit dem Produkt umgegangen wird."

Kaffeebohnen werden natürlich immer noch in Großröstereien geröstet, aber nicht mehr nur ausschließlich. Die kleinen Röstereien, die geringe Mengen rösten und das Röstungsprofil der Bohne anpassen, haben sich in den letzten zehn Jahre rasant vermehrt. Wie es dazu kam, dass Filterkaffee heute wieder hip ist, lässt sich anhand von drei Entwicklungswellen erklären.

  • In der ersten Welle oder "first wave" importierten vor allem Großröstereien Kaffeebohnen, die nicht unbedingt Wert auf Qualität legten. Diese gibt es natürlich auch heute noch.
  • Kaffeespezialitätenläden wie Starbucks oder Balzac Coffee kennzeichnen die zweite Entwicklungswelle oder "second wave". Diese Coffee Shops sehen Kaffee als Lifestyle-Produkt, dem sie einen Wohlfühlraum bieten möchten - gewissermaßen eine Wohnzimmeratmosphäre zum Trinken von Latte Macchiato, Cappuccino und Flat White. Und nicht nur das: Kaffeegetränke waren von da an jederzeit und an jedem Ort verfügbar - sogar im Gehen!
  • In der dritte Welle oder "third wave" wird von Anfang an die höchste Priorität auf die Qualität des Produkts gelegt. Mehr noch: Hier steht nicht nur das Endprodukt im Fokus, sondern auch die Arbeitsbedingungen im Kaffeeland, genauso wie der umweltverträgliche Anbau und die Ernte. Erst wenn die Qualität stimmt, werden die Kaffeebohnen importiert. Dann wird individuell geröstet. Dies gewährleistet, dass viel mehr Aromen aus dem Produkt gezogen werden können. Ein Grund dafür, warum Filterkaffe heute besser schmeckt.
Für eine leckere Tasse Handfilterkaffee gießt Argin Keshishian 16 Gramm Kaffee auf 250 ml Wasser auf.

Für eine leckere Tasse Handfilterkaffee gießt Argin Keshishian 16 Gramm Kaffee auf 250 ml Wasser auf.

Eine Tasse voll von Aromen

"Bei der "third wave" passt man das Röstungsprofil der rohen Kaffeebohne an, seinem Aroma, seiner Süße, seinem Körper. "Jede Kaffeesorte hat ihren eigenen Charakter. Die Bohnen werden schonend langsam geröstet, bei geringer Hitze. So wird gewährleistet, dass der Kaffee nicht verbrennt und bitter schmeckt", sagt Keshishian. Durch diese Herangehensweise entsteht ein komplett neues Endprodukt, als es in der "first wave" der Fall war. Und plötzlich schmeckt der Filterkaffee nicht mehr sauer und verbrannt, sondern nach Aromen wie Blaubeere, Himbeere oder Schokolade.

"Eine Bohne hat über 700 Aromen. Es ist ähnlich wie beim Wein. Deshalb ist Filterkaffee so viel spannender, als wenn Espresso von Milch überlagert wird, wie beim Latte Macchiato oder Cappuccino", sagt Annika Taschinski, Geschäftsführerin der Kaffeerösterei Elbgold in Hamburg.

Genau das ist der Grund, warum Filterkaffee wieder im Trend ist. Aber vielleicht ist es auch die Rückbesinnung auf das Wesentliche. Jahrelang tranken wir Kaffeezubereitungen mit abenteuerlichen Namen wie Pumpkin Spice Latte oder White Flavour Latte mit Sojamilch. Manchmal hat man aber einfach Lust auf eine gute Tasse Kaffee. Nicht die von Oma, aber eine, die voller Aromen ist.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(