Corona in Brasilien "Wenn Du kein Geld hast und dich infizierst, kannst Du nur zu Gott beten und das machen auch die meisten"

Corona in Brasilien: "Wenn Du kein Geld hast und dich infizierst, kannst Du nur zu Gott beten und das machen auch die meisten"
© dpa
Brasilien entwickelt sich zum neuen Hotspot von Corona. Dort sterben täglich über 1000 Menschen an Covid-19. Wir sprachen mit dem deutschen Maler Jan Siebert, der in Salvador de Bahia die wachsende Verzweiflung der Menschen erlebt.
Von Dirk Liedtke

Wie geht es Ihnen?

Ich habe eine Woche flachgelegen, konnte gar nichts machen. Heute ist es wieder gut. Ich kann aber noch nicht im Dreieck springen.

War das eine Corona-Infektion?

Ich glaube, es war Chikungunya, das ähnelt dem Denguefieber. Das habe ich per Internetdiagnose festgestellt. Beim Arzt war ich nicht. Diese Krankheit grassiert gerade im Bundesstaat Bahia. In meiner Straße höre ich dauernd von neuen Fällen.

Der aus Hamburg stammende Maler Jan Siebert, 48, lebt seit über zehn Jahren in Brasilien und seit Anfang 2017 in Salvador, der Hauptstadt des Bundesstaates Bahia im Nordosten des Landes. Seine Wohnung liegt im Altstadtviertel Santo Antônio, nahe den Postkartenmotiven im historischen Zentrum Pelourinho
Der aus Hamburg stammende Maler Jan Siebert, 48, lebt seit über zehn Jahren in Brasilien und seit Anfang 2017 in Salvador, der Hauptstadt des Bundesstaates Bahia im Nordosten des Landes. Seine Wohnung liegt im Altstadtviertel Santo Antônio, nahe den Postkartenmotiven im historischen Zentrum Pelourinho

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