Sicherheit
Mehr Einsätze für Sprengstoff-Spezialisten in Sachsen-Anhalt

Die Sprengstoff-Spezialisten hatten 2025 mehr Einsätze. (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa
Die Sprengstoff-Spezialisten hatten 2025 mehr Einsätze. (Symbolbild) Foto
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400 Kilo Sprengstoff, Pyrotechnik und gesprengte Geldautomaten: In Sachsen-Anhalt sind die Spezialisten der Polizei für gefährliche Funde im vergangenen Jahr öfter im Einsatz gewesen.

Die Sprengstoffexperten der Polizei in Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr häufiger im Einsatz gewesen. Die für sogenannte unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV) zuständige Gruppe der Landespolizei rückte 2025 zu insgesamt 423 Einsätzen aus, wie das Innenministerium mitteilte. Im Jahr 2024 waren es noch 410 Einsätze gewesen, ein Jahr zuvor 368.

Schwerpunkt der Arbeit waren Untersuchungen von explosionsgefährlichen Stoffen sowie deren kriminaltechnische Auswertung. In 128 Fällen übernahmen die Spezialisten nach Angaben des Innenministeriums entsprechende Asservate aus Polizeidienststellen, die sie fachgerecht untersuchten und dokumentierten. Darunter befanden sich auch industrielle Pyrotechnik sowie selbst hergestellte Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von bis zu 400 Kilogramm.

Aufgabe mit besonderem Risiko

Zu 26 Einsätzen wurde die Gruppe gerufen, um unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtungen zu sichern und zu entschärfen. Zudem unterstützten die Fachkräfte in zehn Fällen die Spurensicherung nach Sprengungen von Geld- und Warenautomaten. Neun Einsätze betrafen den Fund militärischer Sprengstoffe oder Kampfmittel.

Die Entschärfer der USBV-Gruppe sind ausgebildete Polizeibeamte und absolvieren darüber hinaus eine 31-wöchige Spezialausbildung. Regelmäßige Fortbildungen und eine hohe körperliche Belastbarkeit, etwa für Einsätze im Bombenschutzanzug, sind Voraussetzung für die Arbeit. Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) würdigte den Einsatz der Spezialkräfte und sprach von einer Aufgabe mit besonderem Risiko zum Schutz der Bevölkerung.

dpa