Vier Tage lang wurde im Nahverkehr in Magdeburg, Halle und Dessau gestreikt - am Montag müssen sich die Menschen auf Einschränkungen im Regionalverkehr einstellen. Betroffen ist insbesondere die Nordhälfte Sachsen-Anhalts. Die Gewerkschaft Verdi kündigte an, es würden keine Busse rollen.
Zum ganztägigen Streik aufgerufen seien die Beschäftigten der BördeBus Verkehrsgesellschaft mbH, der Halberstädter Verkehrsgesellschaft (HVG) GmbH, der Harzer Verkehrsbetriebe, der Kreisverkehrsgesellschaft Salzland mbH, des Personennahverkehrs Burg, der Personennahverkehr mbH Genthin, der PVGS Altmarkkreis Salzwedel GmbH sowie der Stendalbus GmbH.
"Die Beschäftigten treten in den Arbeitskampf, weil die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben", teilte die Gewerkschaft mit.
Warnstreik in den großen Städten endet
In Magdeburg, Halle und Dessau fuhren Busse und Straßenbahnen seit Donnerstag nur eingeschränkt oder gar nicht. Der normale Verkehr soll hier am Montag wieder aufgenommen werden. Pendler, Schülerinnen und Schüler mussten sich andere Möglichkeiten suchen, an ihre Ziele zu kommen. Mit dem wiederholten Ausstand verleihen die Arbeitnehmer ihrer Forderung vor allem nach Entlastungen bei den Arbeitszeiten. Laut Gewerkschaft kommt es nicht selten zu 12-Stunden-Tagen durch Leerzeiten und Rückwege vom Ort des Dienstendes. Die Arbeitgeber unterdessen forderten ein Ende der Arbeitskämpfe.
Das sind die Forderungen der Gewerkschaft für den Regionalverkehr
Laut Verdi geht es in der Tarifrunde im Regionalverkehr vor allem um Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im regionalen Nahverkehr. "So soll die maximale Dienstschichtlänge von derzeit 12,5 Stunden auf 9 Stunden reduziert werden. Außerdem sollen die Ausgleichszeiträume für Mehrarbeit und Überstunden verkürzt werden - denn die Beschäftigten brauchen ihre Erholung nicht erst nach sechs Monaten, sondern zeitnah." Zudem würden 30 Tage Urlaub bereits beim Berufseinstieg gefordert.
Die Verhandlungen seien nun bis Mai vertagt. "Auch daran zeigt sich, welchen Stellenwert die berechtigten Forderungen der Beschäftigten für die Unternehmensführungen derzeit haben", erklärte die Gewerkschaft Verdi weiter.