Gesundheit
Linke: Psychotherapie schon heute schwer zu bekommen

Die Linken fordern die Rücknahme einer vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen geplanten Kürzung der Vergütung in der
Die Linken fordern die Rücknahme einer vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen geplanten Kürzung der Vergütung in der ambulanten Psychotherapie. (Symbolbild) Foto
© Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa
Es gibt viele Gründe, warum ein Mensch Hilfe von einem Psychotherapeuten braucht. Einen Therapieplatz zu finden, ist nicht einfach. Geplante Änderungen könnten es noch schwerer machen.

Die Linken-Fraktion im Landtag warnt vor einer in Zukunft schlechteren Versorgung von psychisch Erkrankten in Sachsen-Anhalt. Die vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen geplante Kürzung der Vergütung für ambulante Psychotherapie um 4,5 Prozent sei für jene Menschen "ein fatales Signal", sagte die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion, Monika Hohmann. Die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung hatte in Magdeburg für Donnerstag zu einer Demonstration unter dem Motto "Wir sagen Nein zu Honorarkürzungen!" aufgerufen. 

Die Entscheidung des Verbandes verschärfe eine ohnehin angespannte Lage weiter, so Hohmann. Den Angaben nach warteten Menschen derzeit schon monatelang auf einen Therapieplatz. Gleichzeitig steige der Bedarf an Behandlungen. 

Außerdem erhöhten sich die Kosten in den Praxen, hieß es. Die Kürzung könne für Therapeutinnen und Therapeuten mehr wirtschaftlichen Druck und gleichzeitig weniger Spielraum, Patienten aufzunehmen, bedeuten. Auch deshalb forderte die Fraktion unter anderem die sofortige Rücknahme der Kürzung.

dpa