Berlins neuer Chief Digital Officer heißt Matthias Hundt. Er ist gleichzeitig Staatssekretär für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung und Nachfolger von Martina Klement, die als Wirtschaftsministerin ins Kabinett in Potsdam gewechselt ist. Das teilte die Senatskanzlei mit.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat Hundt am Vormittag ernannt. Der 57-Jährige wurde in Dresden geboren und hat nach einer Ausbildung als Werkzeugmacher Betriebswirtschaft studiert. Der Unternehmer ist seit 2019 Geschäftsführer der Sachsen Digital Solutions GmbH. Zuvor war er Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung der Dresden Information GmbH.
"Matthias Hundt wird die Digitalisierung der Berliner Verwaltung voranbringen und dabei einen Fokus auf EGovernment, aber auch auf die IT-Sicherheit und Schutz der kritischen Infrastruktur legen", sagte Wegner.
Verwaltung soll schneller und digitaler werden
Hundt ergänzte, Berlin habe das Potenzial, bei der Digitalisierung der Verwaltung eine führende Rolle einzunehmen. "Dieses Potenzial werden wir jetzt mit Nachdruck heben." Sein Ziel sei, die Modernisierung der Verwaltung voranzutreiben und Berlin schneller, effizienter und digitaler zu machen.
Hundts Vorgängerin Martina Klement war seit 2023 im Amt. Die Juristin hat maßgeblich die Verwaltungsreform in Berlin hinter den Kulissen vorangetrieben. Sie gilt als eines der zentralen Vorhaben Wegners. Das Ziel ist mehr Effizienz und mehr Bürgernähe. Das Abgeordnetenhaus hat dafür bereits ein Landesorganisationsgesetz und Änderungen der Berliner Verfassung beschlossen. Die Umsetzung des Reformprojekts steht aber noch aus.