Proteste Der Iran löst angeblich seine Sittenpolizei auf: Was das bedeuten könnte – und was nicht

Sittenwächter
Eine iranische Polizistin ermahnt eine Frau, ihre Haare zu bedecken (Archivfoto von 2007)
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Der Tod von Jina Mahsa Amini in Händen der iranischen Sittenpolizei war der Auslöser der aktuellen Protestbewegung im Iran. Jetzt, so heißt es, würden die Einheiten aufgelöst. Was dahinter steckt

Was ist genau passiert?

Am Sonntag zitierten mehrere iranische Medien einen Generalstaatsanwalt, der erklärt habe, die Sittenpolizei im Land sei aufgelöst. Die Regierung hat einen solchen Schritt bislang weder dementiert noch bestätigt. Bereits am Sonntagabend fragte das iranische Staatsfernsehen, ob die Aussage des Staatsanwalts aus dem Kontext gerissen sei. Mehrere Kanäle machten deutlich, dass der Hijab, also das Kopftuch, für Frauen in der Öffentlichkeit verpflichtend bleibe. Angehörige der Sittenpolizei hatten vor gut zwei Monaten Jina Mahsa Amini wegen eines angeblich falsch sitzenden Kopftuches verhaftet. Ihr Tod in Gewahrsam hatte eine landesweite Protestwelle ausgelöst, die nicht abebbt.

Was bedeutet das?

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