Streit um Kunst Berliner Theologe will "sexistische" Skulptur zerstören. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft

Künstler Kai Piepgras vor der Skulptur von Adolf Brütt
Künstler Kai Piepgras vor der Skulptur von Adolf Brütt. Er selbst musste seine Bilder im Rathaus verhüllen, weil sie einer Lokalpolitikerin zu "sexistisch" waren. 
© Kerstin Herrnkind
In Heikendorf bei Kiel, dem Worpswede Schleswig-Holsteins, tobt ein Streit um eine Skulptur. Ein Berliner Theologe rief dazu auf, sie zu zerstören; Grund: Sexismus. Der Bürgermeister erstattete Anzeige. Von einer Auseinandersetzung um Kunstfreiheit und "Cancel Culture", die sich in Deutschland gerade oft wiederholt.

Ein Fischer trägt eine bewusstlose Frau. Ihr Kopf fällt nach hinten. Ihre Brüste wölben sich, die Nippel drücken sich durchs nasse Kleid. Als der Berliner Theologe Matthias Mader, 41, die Bronze-Skulptur "Gerettet" von Adolf Brütt (1855 – 1939) am Hafen von Heikendorf bei einem Abendspaziergang entdeckte, war er "entsetzt".

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