Ärzteproteste in Berlin Jahresverdienst von durchschnittlich 215.000 Euro: Warum ich die Proteste der Ärzte nicht mehr hören kann

Leeres Wartezimmer
Leere Wartezimmer, verschlossene Türen: In Berlin protestierten die Ärzte, weil nach ihren Angaben eine zu geringe Bezahlung der Leistungen für neue Patienten droht und die Energiekosten der Praxen steigen
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Mediziner protestieren wieder. Sie und ihre Funktionäre versuchen uns vorzurechnen, dass sie im Grunde arm seien – bei einem durchschnittlichen Jahres-Brutto von 215.000 Euro.

Stehen Sie vor einer verschlossenen Praxis? Hat ihr Arzt seine Wartezimmer dichtgemacht, um gegen die Politik in Berlin zu demonstrieren? Wenn ich an die Proteste denke, die die Mediziner derzeit landauf, landab veranstalten, fällt mir eine Anekdote des verstorbenen Sozialministers Norbert Blüm ein. Sie spielt in den späten achtziger Jahren, damals war er nicht nur für Renten- und Arbeitslosenversicherung, sondern auch für die Krankenversicherung zuständig. Ich muss gestehen, dass ich damals nicht persönlich dabei war, aber zwei sehr verlässliche Kollegen, die sie miterlebten, haben sie mir unabhängig voneinander erzählt.  

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