Lasches Waffenrecht Ein Jahr nach Amoklauf in Heidelberg: Warum sind Waffen in Österreich immer noch frei verkäuflich?

Heidelberg: Die Polizei untersucht die Schrotflinte nach dem Amoklauf
Die Polizei untersucht die Schrotflinte nach dem Amoklauf vor der Universität in Heidelberg, die der Täter in Österreich erworben hatte
© Sebastian Gollnow/ / Picture Alliance
Vor einem Jahr schoss ein Amokläufer an der Universität Heidelberg um sich. Er tötete eine 23-jährige Studentin und verletzte weitere Studenten schwer. Die verbotene Waffe hatte er in Österreich gekauft. Ohne Waffenerlaubnis. Das ist noch heute möglich. 
Roman Grafe

Roman Grafe ist Autor des Buches "Spaß und Tod. Vom Sportwaffen-Wahn". 2009 und 2016 sprach er als Sachverständiger für Waffenrecht im Deutschen Bundestag. Er ist Sprecher der Initiative "Keine Mordwaffen als Sportwaffen!", die seit dem Winnender Schulmassaker 2009 für ein Verbot tödlicher Sportwaffen kämpft. Siehe: www.sportmordwaffen.de

Verzeihen Sie bitte die Frage: Halten Sie es für möglich, dass Sie morgen erschossen werden? Nicht im Krieg – in Ihrer Wohnung, im Hausflur von einem Nachbarn, auf der Straße. Mit einer legal gekauften Privatwaffe. Oder es trifft Sie in Ihrer Firma. Beim Einkaufen, beim Familientreffen, abends in der Bar. 

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