Flugunfalluntersuchung
Tödlicher Flugzeugabsturz: So läuft die Ursachenforschung

Bei dem Absturz waren zwei Männer ums Leben gekommen. Foto: Enrique Kaczor/onw-images/dpa
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Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in ein Wohngebiet in Rheinland-Pfalz laufen die Ermittlungen zur Absturzursache – die Kriminalpolizei und eine spezialisierte Bundesstelle sind beteiligt.

Nach dem tödlichen Absturz eines Kleinflugzeugs in einem Wohngebiet von Limburgerhof im Süden von Rheinland-Pfalz laufen die Ermittlungen zur Absturzursache. Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) arbeiten dabei Hand in Hand - mit konkreten Ergebnissen ist aber zunächst nicht zu rechnen.

Welche Maßnahmen werden vor Ort getroffen?

Seit dem Absturz am Samstag sind Ermittler der Kriminalpolizei sowie Experten der BFU vor Ort. Trümmerteile werden dokumentiert und sichergestellt. Laut einem BFU-Sprecher soll der Einsatz an der Absturzstelle im Laufe des Tages abgeschlossen sein. 

Die Trümmerteile müssen im Anschluss dann zur weiteren Untersuchung in die Zentrale der BFU in Braunschweig gebracht werden. Auch Zeugenbefragungen wurden durchgeführt.

Was untersucht die Kriminalpolizei?

Im Interesse der polizeilichen Ermittlungsarbeit liegt die Todesursache der beiden Insassen, zwei Männern aus Bayern, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rheinpfalz mitteilte. Dabei geht es etwa um die Frage, ob die Opfer durch den Absturz oder schon vorher gestorben sind. Nach Polizeiangaben waren die beiden mit dem Flugzeug von Aachen in Nordrhein-Westfalen nach Oberpfaffenhofen in Bayern unterwegs gewesen.

Wie geht die BFU vor?

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung befasst sich hingegen mit der technischen Auswertung, um die Absturzursache zu ermitteln. Neben den sichergestellten Trümmerteilen und Zeugenaussagen würden dabei vor allem aufgezeichnete technische Daten herangezogen, so der BFU-Sprecher. Dazu zählen etwa aufgezeichnete Flugrouten oder Handydaten der beiden Insassen. 

Ob in der alten amerikanischen Militärmaschine ein Flugzeugschreiber verbaut sei, sei zunächst nicht bekannt. Pflicht sei eine sogenannte Blackbox bei Kleinflugzeugen einer solchen Art nicht.

Wann wird mit Ergebnissen gerechnet?

Im Standardvorgehen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ist nach etwa zwei bis drei Monaten mit einem Zwischenbericht zu rechnen. In dem Bericht werden die ersten Untersuchungen zusammengefasst. Mit einem Abschlussbericht zur Unfallursache ist nach rund einem Jahr zu rechnen. Dies sei der normale Ablauf bei Flugzeugabstürzen, so der Sprecher des BFU.

dpa