Handball-Bundesliga
Neue Aufgabe: Gensheimer nicht mehr Sportchef der Löwen

Uwe Gensheimer ist nicht mehr Sportchef der Rhein-Neckar Löwen. (Archivbild) Foto: Uwe Anspach/dpa
Uwe Gensheimer ist nicht mehr Sportchef der Rhein-Neckar Löwen. (Archivbild) Foto
© Uwe Anspach/dpa
Der langjährige DHB-Kapitän Uwe Gensheimer bekommt bei den Rhein-Neckar Löwen eine neue Aufgabe. Zuvor gab es Spekulationen über sein Aus und ein belastetes Verhältnis mit Trainer Maik Machulla.

Entgegen der Gerüchte der vergangenen Wochen wird Sportchef und Club-Ikone Uwe Gensheimer die Rhein-Neckar Löwen nicht verlassen, aber künftig eine neue Rolle beim Handball-Bundesligisten übernehmen. Wie die Mannheimer mitteilten, soll der langjährige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft im Zuge einer Neuausrichtung ein Scouting-Netzwerk aufbauen und die Internationalisierung des Clubs vorantreiben.

Trainer Maik Machulla übernimmt die Kaderplanung kommissarisch, hieß es. Der 49-Jährige, der als Spieler für Magdeburg auflief und später lange die SG Flensburg-Handewitt trainierte, coacht den Bundesligisten seit dem Vorjahr.

"Nicht jede Konstellation funktioniert so, wie man es sich vorstellt – das ist auch nichts Ungewöhnliches. Was zählt, ist, wie man damit umgeht. Wir haben das gemeinsam besprochen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir uns neu aufstellen wollen", sagte Geschäftsführer Holger Bachert.

Belastetes Verhältnis zwischen Gensheimer und Machulla?

Gensheimer, der in seiner Karriere fast zwei Jahrzehnte das Trikot der Löwen getragen hatte, war seit 2024 Sportchef. Zuletzt soll es zwischen dem ehemaligen Linksaußen und Trainer Machulla gekriselt haben. Von einem "belasteten Verhältnis" schreiben die "Rhein-Neckar-Zeitung" und der "Mannheimer Morgen". Selbst über eine Trennung wurde spekuliert. Sportlich hinken die Rhein-Neckar Löwen als Tabellensiebter ihren Erwartungen hinterher. 

Gensheimer bezeichnete die vergangenen Wochen als schwierig. "Ich bin aber froh, dass wir offen miteinander geredet haben und zu dem Ergebnis gekommen sind, dass es für mich in einer anderen Funktion bei den Löwen weitergeht. Die Löwen sind ein Teil von mir. Das stand nie in Frage", stellte der ehemalige Nationalspieler klar.

dpa